Diaspora – STFU Facebook

Der Begriff Diaspora (griechisch διασπορά diaspora = Verstreutheit) bezeichnet seit dem späten 19. Jahrhundert hauptsächlich religiöse oder ethnische Gruppen, die ihre traditionelle Heimat verlassen haben und unter Andersdenkenden lebend über weite Teile der Welt verstreut sind. Er kann aber auch einfach eine Minderheitssituation vor allem einer Religionsgruppe bezeichnen.

Ich bin eben auf Diaspora gestoßen und es ist in meinen Augen wohl die coolste und beste Idee seit langem, die aus den Tiefen des Web 2.0 zu uns gekommen ist. Erfahren habe ich davon hier.

Worum geht es?

diaspora /dī-ˈas-p(ə-)rə, dē-/
origin: Greek, διασπορά – “a scattering [of seeds]”
1. the privacy aware, personally controlled, do-it-all distributed open source social network

Das ist die Definition, die uns die Macher hinter dem Netzwerk geben. Ein P2P open-source soziales Netzwerk. Die Vision: Jeder Nutzer hat die völlige Kontrolle über seine eigenen Daten. Euer Computer mit euren Daten verbindet sich direkt und verschlüsselt mit anderen, die einzelnen Rechner werden Seed gennant. Diese Seeds können auch auf externen Servern gelagert werden. Dazu ist der Seed in erster Linie ein Dienst, der verschiedene Social Networks, wo ihr angemeldet seid, durchforstet (z.B. Tweets abholt, Facebook Newsstream) und speichert (“a personal web server that stores all of your information and shares it with your friends.“). Erst im nächsten Schritt geht es darum, dass ihr euren Seed mit anderen verbinden könnt und zwar direkt, ohne über irgendwelche Server zu laufen. Eure Daten bleiben bei euch.

Wenn das Projekt wirklich in die Gänge kommt und funktioniert, wäre das die Revolution in den Social Networks. Bis dahin ist es aber noch ein weiter weg, auch wenn wohl schon ein kleiner Prototyp steht und bereits fast 20.000$ über Kickstarter gesammelt wurden. Der erste Start ist für September diesen Jahres angepeilt und ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird. Bei Twitter kann man den 4 Jungs, die dahinterstecken auch folgen.

Wandkalender im Jahre 2010

Ich liebe Wandkalender. Nichts bietet schneller einen Überblick über wichtige Termine des ganzen Jahres. Insbesondere, seit ich vor zwei Jahren mal eine Klausur verschlafen habe, brauche ich diese Dinge jedes Jahr aufs Neue. Umso schöner, dass man auf druckerei.de bereit ist, an Blogger drei Wandkalender zu verschenken und jeden Twitterer, der über die Aktion berichtet, an einer Verlosung teilnehmen zu lassen. Aber es sind nicht nur irgendwelche Wandkalender, nein. Die Wandkalender sind ganz im Stil unseres allerliebsten Web 2.0 Services gestaltet. Welcher Service das ist? Twitter natürlich. Wunderschön mit Fail Whale und Hinweisen, ab wann man Twitter-süchtig ist :-) Also genau das richtige für uns Web 2.0 Junkies, die wir weinen, sobald unser “kleiner” Nachrichtendienst mal wieder für kurze Zeit nicht erreichbar ist.

Ich find die Aktion klasse und hoffe, dass es den Kalender auch zu kaufen gibt, damit ich ihn an ein paar Leute verschenken kann. Also, schaut mal vorbei bei Druckerei.de und stöbert ein bisschen herum, was man dort sonst noch so bekommen kann.

Pip.io

Pipio is a social operating system that aims to give people the ability to share and communicate in real-time. You can search what other people are communicating about in real-time based on contextual, geographical, and chronological relevance. As an operating system, we allow full functionality of third party web apps within the Pipio ecosystem.”

Seit mehreren Tagen habe ich jetzt einen pip.io Account und wollte mal ein wenig darüber berichten. Pip.io habe ich zum ersten Mal vor ein paar Wochen im Fahrwasser der Google Wave Invite Tweets aufgefischt. Durch Zufall bekam ich einen Invitecode, mit dem ich mir einen Account erstellen konnte, momentan ist der Zugang noch invite-only – im Gegensatz zu Google Wave, gibts hier wirklich Invites, die auch sofort per Mail rausgehen. Warum ich hier so oft Google Wave erwähne, nun ja, einige sind der Meinung, dass Pip.io ähnlich wie Google Wave funktioniert.

Pip.io Hauptansicht

Das stimmt. Aber es kann schon mehr. Es gibt Twitter und Facebook Integration, d.h. ihr könnt von pip.io aus euren Status in Twitter und Facebook updaten und natürlich auch den internen Status setzen.Was die Waves bei Google sind, dass sind die die Rooms. Dort hinein kann man Personen einladen und fortan Links, Bilder, Dateien oder einfach nur Nachrichten austauschen. Zwar sehr ihr nicht sofort, was andere schreiben, aber wir wissen ja, dass es Wave Nutzer gibt, die dieses Echtzeitgetippe stört.

Des weiteren gibt es die sogenannten Applications, momentan sind das Facebook, Twitter, Youtube, ein News Reader und Netflix. Jede Application hat eine eigene Seite, so dass Übersicht gegeben ist. Die Twitter Seite bietet euch neben der Timeline noch @replies, DM’s und die Möglichkeit Suchen zu speichern; Facebook zeigt euren News Feed, eure Wall, Fotos oder Freunde an. Alles in allem eine nette Umsetzung. Hier mal ein Bild, wie die Twitter Integration gelöst wurde: Pip.io Twitter ApplicationMan sieht hier die Ansicht der Direct Messages.

Pip.io GeolocationWas ich aber richtig cool finde, ist es sich alle Statusupdates von pip.io Usern aus einem bestimmten Kartenausschnitt anzeigen zu lassen. Dazu wurde Google Maps integriert und in gewohnter Art und Weise, lässt sich hineinzoommen oder der Kartenausschnitt verschieben. Eine Klasse Idee. Ein kleines Bildchen, wie das dann aussieht, seht ihr links.

Was gibts noch? Man kann Gruppen erstellen, denen man bestimmte Kontakte zuordnen kann. Es gibt auch Channels, die man öffnen kann, allerdings ist mir Sinn und Zweck davon noch nicht so sehr bewusst geworden :D

Das große Problem, dass pip.io hat, genauso wie Google Wave, ist die Anzahl der Nutzer, es gibt momentan nur sehr wenige deutsche Benutzer, kein Vergleich zu Twitter oder anderen Social Networks. Ich hoffe einfach, dass sich das ändern wird, wer eine Einladung zu pip.io haben will, möge sich einfach in den Kommentaren melden, ich werde dann schnellstmöglich nen Invite rausschicken.

Web 2.0 und die Älteren oder “Das Problem der fehlenden Freunde”

Auf meiner Arbeit hatte ich gestern ein kurzes Gespräch mit zwei Kolleginnen darüber, welche Web 2.0 Dienste ich nutze. Dazu muss man sagen, dass die Beiden nicht unserer Generation angehören, soll heißen, sie können zwar mit dem Rechner umgehen (was für viele nicht selbstverständlich is), aber viel mehr is dann da auch nicht. Ist ja auch gar nicht schlimm, denn für ihre täglichen Aufgaben reicht es ja vollkommen aus. Jedenfalls fragten sie mich, was ich denn so nutzte, da sie beide auf einem Vortrag zum Thema Web 2.0 waren, so wie ich es verstanden hab. Also zählte ich Twitter, diverse Social Networks und Blogs auf. Von Twitter hatten sie immerhin einiges verstanden, lediglich warum es nicht das gleiche ist, wie eine Email zu schicken, musste ich kurz erklären. Nun gut, aber darum soll es gar nicht gehen, was Twitter is, habe ich hier erklärt. Sondern die Frage war dann, was diese Dienste nützen, wenn man dort keine Freunde hat. Nichts hat man davon. Natürlich, Twitter kann ich trotzdem nutzen, in dem ich anderen folge. Okay. Aber Facebook, StudiVZ, MeinVZ, Myspace… nützen doch nichts ohne Freunde, na gut, Myspace schon, da kann man Musiker hinzufügen, okay. Aber trotzdem. StudiVZ ohne Freunde? Facebook ohne Freunde? Irgendwie nicht sooo toll. Bei Blogs sehe ich das anders, ich habe nicht den Anspruch, wie andere vielleicht, viele Leser zu haben, die viel kommentieren. Ich möchte hier schreiben, was mir durch den Kopf geht, vielleicht liest es jemand, vielleicht nicht. Vielleicht gibt es jemanden in 10 oder 20 Jahren, der auf meine (hoffentlich dann immer noch vorhandene) Seite gelangt und sieht was damals so abging. Vielleicht bleibe ich auch einfach nur auf archive.org oder im Google Cache. Aber was solls? Ich will hier kein Geld verdienen. Aber zurück zum Thema: Bei Blogs finde ich es nicht schlimm, wenn man keine Leser hat, wenn man die persönliche Einstellung dazu hat. Da stellte sich mir die Frage: Gibt es eigentlich schon Social Networks für “Ältere”? Ich meine jetzt nicht Xing (zu Businesslastig) oder MeinVZ (da sind auch alle Kiddies, sowas verschreckt ältere Generationen). Das Problem der fehlenden Freunde, so nenne ich es :D, besteht sicherlich auch zu einem Großteil daraus, das viele Ältere sich nicht im Netz bewegen, und das deswegen, diejenigen, die surfen, alte Bekanntschaften nicht finden. Verstanden? Nein? Okay: Dein Opa oder deine Mama surft im Netz, weil du es ihr gezeigt hast. Ihre Freunde haben aber nicht so tolle Enkel bzw. Kinder und kennen das Internet deswegen nur aus dem Fernsehen. Folglich findet dein Opa oder deine Mama keine Freunde. Sie findet das Internet doof und hat kein Interesse. Ziel muss es also sein, auch die Älteren in unserer Gesellschaft ins Internet zu kriegen. Und damit meine ich nicht nur die Generation Ü60, sondern auch die 40 bis 60 Jährigen, von denen es sicherlich viele gibt, für die das Internet ebenfalls nicht mehr ist, als etwas Unbekanntes von dem alle reden.

Wenn das gelingt, bekommen wir sicherlich bald auch SeniorVZ oder Ü40VZ ;) Dort kann man dann alle alten Bekanntschaften (Mitschüler aus der Grundschule, ehemalige Kommilitonen etc.) finden. Ich denke nicht für wenige Leute wäre das was schönes, noch mal in alten Erinnerungen zu schwelgen. Dann muss sich niemand mehr Gedanken machen über leere Freundeslisten. Bis dahin hab ich keine Ahnung, wie man ältere überzeugen soll, Social Networks zu nutzen, da der Nutzen für sie, im Moment, gegen 0 geht, so sehe ich das zumindest. Insbesondere auch deshalb, weil es kein entsprechendes Angebot gibt, soweit ich weiß.

Die Frage: Warum überhaupt Social Networks nutzen, kann man natürlich auch diskutieren. Aber warum nutzen wir die denn? Um in Kontakt mit anderen zu bleiben. Und ich denke, dass nicht nur unsere Generation diese Gedanken hat. Von daher: Lasst uns unsere Eltern und Großeltern ins Netz bringen, je mehr Ältere surfen, desto stärker werden deren Wünsche auch berücksichtigt und vielleicht haben wir dann bald die ersten Social Networks, in denen man sich zum gemütlichen Raclette-Essen, Wandern oder Kegeln verabreden kann ;)

allerlei vermischtes….

nach sehr langer zeit kann ich mich mal wieder dazu bewegen, etwas zu schreiben… ich bin endlich umgezogen… in eine neue hammergeile wohnung… 118qm, riesen küche und balkon! jeder der meine erste wohnung kennt, weiß welch umstieg das ist… vom smart zum porsche sag ich ma… dank tatkräftiger unterstützung der familien haben wir alles drüben und richten uns nun so langsam ein… ich war grad duschen… nachts um halb zwei… einfach weil ich bock drauf hatte und es war sooooo geil :D noch geiler ist die tatsache, dass wir jetzt in unmittelbarer nähe von mecces (200m), einem riesengroßen bowlingcenter (400m) und einem real (500m) wohnen… wir werden unseren spaß haben…
es ist viel zu warm noch draußen, als dass ich schon schlafen könnte… und so hab ich den router gehackt, über den wir grad kostenlos ins internet können… selbst schuld, wenn man nicht verschlüsselt und das passwort für die administrationsoberfläche nicht ändert….
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