iPad – my 2 cents.

Ich habe mich lange rausgehalten – nichts zu den Gerüchten geschrieben, keine Spekulationen aufgestellt, was genau da kommt. Ich habe auch gestern kurz vor 19 Uhr Twitter ausgemacht, den RSS Reader geschlossen und alle Webseiten, die mir vorher etwas verraten könnten geschlossen. Ich wollte die Keynote heut komplett in der Präsentation schauen. Gegen 23 Uhr packte mich dann gestern doch die Neugier und ich warf einen kurzen Blick auf die Apple Homepage, aber das war auch schon alles. Heut morgen habe ich mir dann die Keynote angeschaut und werde das ganze hier jetzt mal kommentieren.

Da ist es nun also, das lang erwartete iPad. Ich hab mir gerade die Präsentation angeschaut und mir so einige Gedanken dazu gemacht, bin mir aber nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. ES HAT KEIN MULTITASKING! Ich hoffe ganz stark, dass das mit der 4.0 Firmware eingeführt wird, und die 3.2, die im Moment läuft, nur ein Übergang ist, wie viele schon vermuten. Ich möchte surfen und gleichzeitig chatten und nicht immer eine Applikation schließen müssen. Beim iPhone ist das okay, das nutze ich nur mobil. Aber das iPad ist für mich ein reines Home-Entertainment Gerät, was ich öfter laden kann, spricht also nichts gegen Hintergrundprozesse, abgesehen davon, dass das die Firmware wahrscheinlich nicht kann, da man auf eine modifiziertes iPhone OS setzt, anstelle eines eigenen. Hat natürlich den Vorteil, dass man alle Apps aus dem App Store nutzen kann. Eine geniale Sache – ein komplett neuer Markt wird für die iPhone Entwickler eröffnet, ohne dass sie ihre Programme umwandeln müssen. Gleichzeitig können sie ihre Apps mit Hilfe des neuen 3.2 SDK’s neu schreiben, direkt für das iPad optimiert.

Auf der Keynote wurden ein paar Spiele vorgeführt, die echt ganz nett aussahen, ich bin gespannt, was das auf uns zu kommt. Vielmehr als Spiele interessieren mich aber die Anwendungen. Ich hoffe ja auf einen vernünftigen Remote Desktop Client oder eine coole Chat-App (Adium?). Ganz interessant sah die für das iPad geschriebene Version von iWork aus. Pages, Keynote und Numbers machten einen durchdachten Eindruck, insbesondere die Nutzung von Gesten scheint mir gut gelungen. Die Programme werden jeweils $9,99 kosten. Finde ich ganz angemessen, wobei ich generell gespannt bin, wie sich die Preise für iPad Apps entwickeln. Ich denke mal, es wird sich zwischen $5 und $25 einpendeln. Auf jeden Fall teurer als iPhone Apps.

Wie man in der Präsentation sehen kann, wird auch diese Version von Safari im iPad kein Flash unterstützen. Mac User wissen, dass Safari sehr dazu neigt bei Flash-Inhalten verrückt zu spielen und man kann nur vermuten, dass Apple dieses Risiko nicht eingehen will - unvorhersehbares Verhalten des Produkts möchte man vermeiden. Dennoch, ich bin sehr gespannt wie die eigenen Eindrücke sind, wenn man erstmal mit dem Teil durchs Web surft. Die Lösung mit der eingeblendeten Tastatur finde ich vernünftig – genial dagegen: Die Möglichkeit eine Bluetooth Tastatur zu koppeln. Vielleicht kommt das ja dann auch mit dem nächsten OS Update auf das iPhone.

(via engadget.com)

iPad vs. iPhone Vergleich

Das Ding kann die üblichen Dinge, die auch ein iPod Touch kann – Musik, Videos, Youtube, Maps, Mail, Wlan… alles da. Aber es wird auch eine Version mit 3G geben – ich bin gespannt, was hierzulande für Datentarife angeboten werden. Vielleicht rafft sich ja T-Mobile auf und bietet einen Tarif als Erweiterung zum vorhanden iPhone Tarif an – 10 Euro mehr oder so für Datenvolumen für das iPad.

Aber was wirklich, wirklich, wirklich genial ist: Die Möglichkeit das Ding an einen Projektor anzuschließen. Zusammen mit der extra für das iPad geschriebenen Version von Keynote könnte das Ding bei Vorträgen rocken. Genial wäre die Möglichkeit die Keynote iPhone App anzupassen um über Wlan oder Bluetooth Keynote auf dem Mac fernzusteuern und gleichzeitig die Folien in Originalgröße vor sich auf dem iPad zu sehen.

Und dann ist da ja auch noch der Apple Bookstore bzw. die iBook genannte Anwendung, die E-Books auf das Tablet bringt. Ich bin auf Preise gespannt und wie es sich anfühlt, Bücher auf dem iPad zu lesen, das wird sich alles zeigen, wenn es soweit ist. Leider ist mir nicht aufgefallen, dass auch von Magazinen oder Tageszeitungen gesprochen wurde, die man dort kaufen könnte – es scheint wohl darauf hinauszulaufen, dass die Verlage ihre eigenen Apps programmieren müssen, wie bei der New York Times bereits geschehen. Da hätte ich mir einiges mehr gewünscht. Zeitungsabonnements für weniger Geld auf dem iPad wäre eine nette Sache gewesen, insbesondere vielleicht mit Funktionen wie Volltextsuche, Lesezeichen und anderen Funktionen. Vielleicht kommt das alles noch mit der Zeit, wünsche würde ich es mir. Was mich stört, ist die Tatsache das man via iTunes keine eigenen PDFs auf das iPad packen kann. Es könnte sich lediglich der Umweg über eine, per Mail empfangene, Email mit Anhang als Möglichkeit erweisen PDF Dokumente auf dem iPad zu lesen. Aber wer weiß, beim fscklog.com wurden schon Hinweise gezeigt, die auf möglichen File Sharing Support hinweisen. Dies wäre natürlich sehr zu begrüßen. Alternativ evtl. eine App, die PDFs von einem Server laden kann bzw. via Dropbox.

(via engadget.com)

iPad Keyboard Dock

Ich sprach weiter oben schon von der Möglichkeit das Tablet an einen Projektor oder Monitor anzuschließen. Es gibt noch weitere Accessoires: Zum einen natürlich ein Dock. Dort kann das iPad, wie ich es verstanden habe, nur vertikal stehen, da es gleichzeitig als Ladestation gilt und sich der Dock Connector nach an der schmaleren Seite des Tablets befindet. Dann gibt es noch ein Dock mit angebauter Tastatur. Und eine schicken Tasche für das iPad, die gleichzeitig als eine Art Ständer und Unterlage dient. Ich bin gespannt, was es noch für Zubehör im Laufe der Zeit geben wird.

(via gizmodo.de)

iPad Preisansicht

Die Preise gehen meiner Meinung nach auch absolut in Ordnung – $499 (also wohl 499€ für uns) für die Version mit 16GB ohne 3G bis hoch zu $829 für 64GB und 3G. Erhältlich wird das ganze wohl ab Ende März, Mitte April sein. Ich bin sehr gespannt, wie es um die Verfügbarkeit stehen wird, schauen wir uns die Magic Mouse an, wissen wir was schlimmstenfalls passieren könnte.

Fazit:

Ich werde mir das Teil im Apple Store in Hamburg erstmal ordentlich anschauen und testen, bevor ich entscheid, ob ich es kaufe oder nicht. Das Geld dafür ist gespart, so ganz überzeugt bin ich nach der ersten Euphorie aber doch noch nicht, was vielleicht auch einfach an der fehlenden Erfahrung mit dem Gerät liegt – allein durch eine Präsentation kann man das nicht fassen, man muss es erstmal in der Hand halten, bevor man eine richtige Meinung dazu abgeben kann. Und selbst dann ist es immer noch stark vom Benutzer abhängig.