A short introduction to graph theory. Oder: Malen und Zahlen.

Nachdem mein letzter Post über Primzahlen ja durchaus positiv aufgenommen wurde, soll es heute mal um ein anderes Fachgebiet innerhalb der Mathematik gehen, welches auch gleichzeitig mein Lieblingsthemenfeld ist. Die Graphentheorie. “Theorie? Klingt öde. Schnell weg hier.”. Stop! Statt hier groß Definitionen und Sätze anzugeben, habe ich mir vorgenommen ein schönes Beispiel zu bringen, wie Graphentheorie in der Praxis angewandt wird. Und zumindest die, die Auto fahren, werden sich demnächst an einer Kreuzung an das Folgende erinnern. Darauf gestoßen bin ich durch ein Plakat bei uns an der Uni, dass dieses Beispiel erklärt, jedoch in stark verkürzter Weise.

Schauen wir uns das folgende Bild einer Kreuzung an. Ich hoffe ihr könnt erkennen, was ich meine.

Bild einer Kreuzung mit RichtungspfeilenDie Pfeile symbolisieren, in welche Richtung Autos auf den jeweiligen Spuren abbiegen. Wir haben Rechts- und Linksabbieger und Geradeausfahrer. Jeder weiß, dass nicht alle Autos gleichzeitig fahren können (es soll Länder geben, da soll das tagtäglich ohne Unfall passieren), aber wir nehmen jetzt mal eine typische Kreuzung. Um den Verkehr zu regeln gibt es im Normalfall Ampeln. Nehmen wir an, dass die Grünphase genau 1 Minute dauert. Das Problem beseht jetzt darin, dass man jeder Verkehrsrichtung einen Zeitintervall zuweist, in dem die Autos auf dieser Spur grünes Licht haben.

Naja, wir könnten uns jetzt denken: Die beiden Rechtsabbieger-Spuren haben immer grün, da kann nichts passieren (sieht man in der Grafik daran, dass sie keinen andere Fahrtrichtung schneiden). Und für die anderen Spuren gehen wir der Reihenfolger nach. Erst hat rot grüne Ampel für eine Minute, dann blau, dann grün, dann gelb, dann cyan, dann wieder von vorne. Bei einer Grünphase von einer Minute, dauert dann eine vollständige Ampelperiode (der Zeitraum, in dem jede Richtung einmal grün hatte) 5 Minuten. D.h. für mich als Autofahrer: Wenn ich bei grün nicht über die Ampel komme, muss ich 4 Minuten warten. Hm. Irgendwie nicht so berauschend. Schauen wir mal, ob wir da nicht was machen können.

Der erste Schritt besteht darin, dass wir uns überlegen, wie wir das Szenario auf eine andere Weise darstellen können. Wie oben schon gesagt, können wir die Rechtsabbieger vernachlässigen, die kriegen einfach einen grünen Pfeil an die Ampel geklebt und gut ist. Wir haben also 5 Fahrtrichtungen in unterschiedlichen Farben.

Jetzt kommt die Graphentheorie zum Einsatz. Wie der Name sagt, geht es um Graphen. Was ist denn überhaupt ein Graph? Naja, ein Graph aus einer Menge von Punkten (sogenannte Knoten) und Verbindungslinien (sogenannte Kanten) zwischen den Punkten (Graphentheoretiker bitte weghören ;-)). Gut, das sind die zwei wesentlichen Begriffe, die wir hier erstmal benutzen. Nicht schwierig, oder?

Und nun? Nun könnten wir zum Beispiel festlegen, dass jede Fahrtrichtung einem Knoten entspricht. Dann haben wir 5 Knoten.

Die Position der Knoten hat keine Bedeutung, man könnte sich auch beliebig anders anordnen. Ich hoffe ihr erkennt, dass die Farben den Farben aus dem Bild der Kreuzung entsprechen. Jetzt überlegen wir ein bisschen, was wir beachten müssen, bei unserer Ampelschaltung: Wir können auch mehreren Fahrtrichtungen gleichzeitig grün geben, solange sie sich nicht überschneiden. Andersherum: Wenn eine Richtung grün hat, dürfen alle anderen, die diese Richtung schneiden kein grün haben. Wie setzen wir das um? An dieser Stelle kommen die Kanten ins Spiel: Kanten starten an genau einem Knoten und enden an genau einem Knoten.

Wir verbinden jetzt jeden Knoten mit Hilfe einer Kante mit allen anderen Knoten (also Fahrtrichtungen), deren Grün-Phase sich nicht mit unserer überschneiden darf. Verstanden? Nein? Kein Problem, hier die Grafik und Erklärung:

Fangen wir mit der Fahrtrichtung “blau” an. Wenn wir in unsere Kreuzung schauen, so sehen wir, dass die blaue Linie zwei andere Linien schneidet: Die grüne und die gelbe. Das heißt, wenn blau eine Grün-Phase hat, dann dürfen gelb und grün keine Grün-Phase haben. Nach der Idee von eben, müssen wir nun den blauen Knoten einmal mit grün und einmal mit gelb verbinden. So wie es in der Skizze auch getan wurde. Schauen wir uns die gelbe Fahrtrichtung an. Sie schneidet blau und cyan. Zu blau haben wir schon eine Kante. Also noch eine von gelb zu cyan hinzufügen. Der Rest erklärt sich von alleine, denke ich mal. Wir erhalten also eine Art von “Kreis”. Wir wissen jetzt: Für Knoten, die miteinander verbunden sind, dürfen zugehörige Fahrtrichtungen nicht gleichzeitig eine Grün-Phase haben. Oder andersherum: Für Knoten, die nicht miteinander verbunden sind, dürfen die zugehörigen Fahrtrichtungen gleichzeitig grün anzeigen.

Versuchen wir doch einmal, durch eine Nummerierung festzustellen, welche Farben gleichzeitig grün haben dürfen.

Wir geben dem blauen Knoten eine 0. Schauen wir uns jetzt den gelben Knoten an. Er kann keine 0 bekommen, da in Gruppe 0 nur Fahrtrichtungen sein dürfen, die blau nicht schneiden. Dies ist für gelb aber nicht der Fall. Also bekommt der gelbe Knoten eine 1 zugeordnet. Wir machen also einfach eine neue Gruppe auf.

Schön. Weiter gehts mit dem nächsten Knoten. Cyan. Er kann keine 1 haben, denn er ist mit gelb verbunden. Kann er eine 0 haben? Ja, denn mit blau ist er nicht verbunden, also schneiden sich die beiden Fahrtrichtungen auch nicht.

Roter Knoten? Zu Gruppe 0 kann er nicht gehören. Aber zu Gruppe 1. Sehr gut. Das geht ja schön fix.

Bleibt noch der grüne Knoten. Gruppe 0? Geht nicht, er ist mit blau verbunden. Gruppe 1? Geht auch nicht, denn er ist mit rot verbunden. Bleibt uns also nichts anderes übrig, als eine neue Gruppe einzuführen. Der grüne Knoten kommt in Gruppe 2.

Sehr schön, denn jetzt sind wir eigentlich fertig. Wieso, fragt ihr euch? Naja. Wir geben zuerst den Fahrtrichtungen aus Gruppe 0 für eine Minute ein grünes Ampelsignal. Anschließend den Fahrtrichtungen aus Gruppe 1 und danach der Fahrtrichtung aus Gruppe 2. Und fangen wieder von vorne an. Graphisch aufbereitet, sieht das ganze dann so aus:

Die 0 symbolisiert den Start unserer Ampelphase. Dort kriegen blau und cyan grünes Licht. Die 1 symbolisert, dass eine Minute vergangen ist. Also wechselt die grüne Ampel bei blau und cyan auf rot und die Fahrtrichtungen gelb und rot kriegen ihre grüne Ampelphase. Nach einer weiteren Minute sind wir bei der 2 angekommen. Die Autos auf rot und gelb müssen anhalten, da die Grünphase vorbei ist und die grüne Fahrtrichtung kann befahren werden. Nach einer weiteren Minute ist auch diese Phase vorbei und alle Fahrtrichtungen hatten einmal grün – eine vollständige Ampelperiode ist vorbei. In 3 Minuten. Das sind immerhin 2 Minuten weniger als im ersten Ansatz ganz oben und bedeutet für uns Autofahrer, dass wir “nur” zwei Minuten an einer roten Ampel stehen müssen.

Man kann das ganze auch noch ein bisschen mehr optimieren, in dem man den Knoten keine ganzen Zahlen sondern rationale Zahlen zuordnet. Darauf möchte ich jetzt jedoch nicht weiter eingehen, nur soviel: Die Wartezeit kann sich dann auf 1 1/2 Minuten verkürzen.

Das was wir hier gemacht haben, nennt man in der Graphentheorie auch Knotenfärbung. Es gibt auch Kantenfärbungen, Totalfärbungen und noch andere Varianten. Ein Beispiel für eine Kantenfärbung werde ich vielleicht später noch einmal zeigen, nur soviel: Es geht darum, wie man ein Sportturnier effizient planen kann, dass bestimmte Paarungen nicht auftreten oder bestimmte Spieler nicht gleichzeitig an einem Tag spielen dürfen. Auch Stundenpläne lassen sich so erstellen (da dürfen ja keine Räume/ Lehrer doppelt vergeben werden).

Ich hoffe ich konnte euch hier ein bisschen zeigen, dass Mathematik nicht immer nur Theorie ist, sondern durchaus auch auf Probleme in der realen Welt angewandt werden kann.

Kommentare, Anmerkungen, Fragen oder Hinweise (insbesondere Rechtschreibfehler und/oder Grammatikfehler) bitte in die Kommentare. Danke ;-)

Primzahlen…. Prim- was?

Ich hab mir mal gedacht, ich werde jetzt in losen Abständen ein paar mathematische Beweise zeigen, kein schwerer Tobak. Eigentlich ganz einfach (“jaja, das sagt der jetzt nur”, “der studiert das ja schließlich, muss ja für den einfach sein”,…) und ich werde versuchen so ausführlich wie möglich zu erklären worum es geht. Heute geht es mal um Primzahlen. Das sind ganze besondere Zahlen, sozusagen die Bausteine aller natürlichen Zahlen. Natürliche Zahlen? Was war das nochmal? 1,2,3,4,5,…. Achja, da war ja was. Abgekürzt werden sie mit {\mathbb N}. Je nachdem, welchen Lehrer/ Professor man hat(te), zählt manchmal auch noch die 0 dazu, aber die lassen wir jetzt erstmal außen vor, die spielt eh eine Sonderrolle.

Zurück zu den Bausteinen. Wieso Bausteine? Nunja, jeder von euch hat bestimmt schonmal Zahlen zerlegt. Nein? Doch! Schaut euch mal den folgenden Bruch an: \frac{6}{4} Dies ist jedoch kein “echter” Bruch – “echter Bruch? Was will der jetzt schon wieder? Zahl oben, Zahl unten, Strich dazwischen. Das ist ganz klar ein Bruch. Wo gibts da was unechtes?”. Kramt ihr nochmal ein bisschen in eurem Mathewissen, so kommt euch vielleicht der Begriff “kürzen” in den Sinn. Der Bruch ist nicht vollständig gekürzt. Also: \frac{6}{4} = \frac{3}{2}. Okay, und was hat das mit Primzahlen zu tun? Zerlegung? Bei so einfachen Brüchen macht ihr das im Kopf, aber schaut euch mal \frac{143}{91} an. Na? Mit ein bisschen überlegen kommen wir wie folgt voran: \frac{143}{91} = \frac{13 \cdot 11}{7 \cdot 13} = \frac{11}{7}.

Und, habt ihr es gemerkt? Beim Kürzen zerlegen wir mal mehr, mal weniger, die Zahlen in ihre Bestandteile und kürzen gleiche Teile weg. 143 wird zu 13 \cdot 11. Ebenso lässt sich 91 zerlegen.

Jetzt wissen wir also, was Zerlegung ist. 16 wird zu 4 \cdot 4. Doch 4 ist noch keine Primzahl. Dazu schauen wir uns am Besten einmal an, was eine Primzahl ausmacht:

Eine Primzahl ist eine natürliche Zahl, die sich nur durch 1 und sich selber teilen lässt, also nur zwei Teiler hat.

So lautet also die Definition einer Primzahl. Jetzt sehen wir bestimmt auch, wieso 4 keine Primzahl ist. Durch was lässt sie sich denn teilen? Durch sich selber? Ja. Durch 1? Ja (das ist ja logisch). Aber: 4 lässt sich auch noch durch 2 teilen. Also wissen wir sofort, dass 4 keine Primzahl sein kann. Das ist das schöne an der Mathematik. Wir haben eine Definition und können damit eindeutig eine Aussage über eine Zahl treffen.

In diesem Fall können wir feststellen, ob wir es mit einer Primzahl zu tun haben, oder nicht.

Schauen wir uns mal ein bisschen in den natürlichen Zahlen um und suchen ein paar Primzahlen. Welchen fallen euch ein? Da wären 2, 3, 5, 7, 9? Nein. Denn 9 = 3 \cdot 3. Merke: Nicht jede ungerade Zahl ist eine Primzahl. Eins können wir jedoch festhalten: Alle geraden Zahlen, die größer als 2 sind, sind keine Primzahlen. Wieso? Überlegt einfach mal kurz, welche Eigenschaft die geraden Zahlen haben.

Aber zurück zu den Bausteinen. Wir haben eben gesehen, dass 9 = 3 \cdot 3 ist. 3 ist eine Primzahl. Also wird die 9 sozusagen von der 3 “gebaut”. Schauen wir mal weiter. Die 4 haben wir oben schon gesehen. Aber was ist mit der 210 zum Beispiel? Kein Problem: 210 = 3 \cdot 70 = 3 \cdot 7 \cdot 10 = 3 \cdot 7 \cdot 2 \cdot 5 = 2 \cdot 3 \cdot 5 \cdot 7. Sie wird also auch aus Primzahlen gebildet. So könnten wir immer weiter schauen, jede natürliche Zahl ist entweder eine Primzahl oder aus Primzahlen gebildet. Noch wichtiger: Für jede Zahl gibt es genau eine einzige Möglichkeit, sie aus den Primzahlen zu bilden. Abgesehen von der Reihenfolge natürlich, wie wir bei der 210 gesehen haben. Denn 3 \cdot 7 \cdot 2 \cdot 5 und 2 \cdot 3 \cdot 5 \cdot 7 sind natürlich identisch.

“Okay, jetzt kommt der Typ hier mit son Krams und sagt das. Aber stimmt das überhaupt? Jede natürliche Zahl ist aus Primzahlen gebildet? Egal wie groß? Und wenn sie 1000000000 Stellen hat? Und dann soll diese Zerlegung auch noch eindeutig sein? Wie soll das denn gehen”

Kommen wir also zu dem Teil der Mathematik, den die meisten Schüler hassen und den die Mathematiker lieben: Der Beweis. Denn wer so etwas in die Welt wirft, muss auch zeigen können, dass es der Wahrheit entspricht. Ich seh schon, wie ihr beim Wort Beweis zusammengezuckt seid und euer Mauszeiger instinktiv auf den Tab-schließen-Button zuwandert. Aber HALT! Keine Angst. Das ist einfach. Ich zeig euch das.

Schauen wir uns erstmal an, was wir überhaupt zeigen müssen:

Da wäre zum einen: “Jede natürliche Zahl ist aus Primzahlen gebildet” – etwas anders formuliert: “Für jede natürliche Zahl existiert eine Zerlegung in Primzahlen”

Dann hätten wir noch: “Egal wie groß? Und wenn sie 100000000 Stellen hat?” – in der Fachsprache: “Es gibt unendlich viele Primzahlen”

Und zu guter Letzt: “Und dann soll diese Zerlegung auch noch eindeutig sein?” – da gibts nicht viel, was ich umformulieren müsste. Lassen wir so stehen.

Fangen wir mal an, die erste Aussage (so nennen wir Mathematiker so etwas) zu beweisen. Wir möchten also zeigen, dass es für jede natürliche Zahl eine Zerlegung in Primzahlen gibt. Dazu teilen wir die Menge der natürlichen Zahlen in drei Schüsseln auf. Die erste enthält nur die 1. Die zweite enthält alle Primzahlen und die dritte enthält alle anderen Zahlen, das sind die, die zusammengesetzt sind. Die 1 und die Primzahlen müssen wir nicht weiter beachten, uns interessieren nur die zusammengesetzten Zahlen. Überlegen wir ein bisschen: Stellen wir uns vor, es gibt Zahlen, die kein Produkt von Primzahlen sind. Suchen wir uns von diesen Zahlen die kleinste heraus und geben wir ihr einen Namen – und weil wir Mathematiker sehr sparsam mit Buchstaben umgeben, nennen wir sie n. Nicht sehr schön, aber schön kurz ;-) Unser n ist nicht die 1 und auch keine Primzahl, denn sie kommt aus der dritten Schüssel. Da sie zusammengesetzt ist, muss man sie durch irgendeine andere Zahl teilen können. Nennen wir diese Zahl m.Wer gut aufgepasst hat, dem müsste auffallen, dass wir noch eine Zahl brauchen, denn wenn wir unser n durch das m teilen, brauchen wir ja ein Ergebnis. Das nennen wir l. Einfallsreich. Halten wir also fest: n = l \cdot m. Klar? Wenn l und m unser n teilen, so muss ihr Produkt das n ergeben. l und m sind auch kleiner als n. Das weiß jeder, der schon einmal Division durchgeführt hat. Jetzt zum Anfang zurück: n war die kleinste Zahl, die nicht als Produkt aus Primzahlen dargestellt werden kann. Da m und l kleiner als n sind, müssen die beiden als Produkt von Primzahlen dargestellt werden können. Und somit kann auch n als Produkt dargestellt werden. Wie? Indem wir einfach in der Gleichung n = l \cdot m das l und das m durch ihre entsprechenden Primzahlen ersetzen. Das wir n so darstellen können, ist aber ein Widerspruch zu unserer Annahme, dass n nicht aus Primzahlen zusammengesetzt ist.

Puh, das war ein langer Absatz. Aber ich hoffe ihr habt die einzelnen Schritte verstanden und konntet der Logik dahinter gut folgen.

Schauen wir uns mal die zweite Aussage an. Dies ist eine recht einfach zu beweisende Tatsache, dazu ein kurzes Bild

(via Abstruse Goose)

In zwei, drei kurzen Sätzen der Beweis: Wir nehmen an, es gibt nur eine bestimmte Menge von Primzahlen. Wir multiplizieren diese miteinander. Dazu addieren wir 1. Diese Zahl ist auf jeden Fall größer als, die unserer Meinung nach, größte Primzahl unserer Menge. Nun haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder die Zahl ist eine neue Primzahl, dann hätten wir bewiesen, dass es doch noch eine weitere Primzahl gibt und könnten unser Spiel von vorne beginnen. Damit hätten wir gezeigt, dass unsere Menge von Primzahlen doch nicht alle Primzahlen enthält. Oder die Zahl ist keine Primzahl, dann aber finden wir einen Teiler. Und dieser Teiler kommt aus unserer Menge von Primzahlen, denn dass sind ja unserer Meinung die Einzigen, die es gibt. Nennen wir diesen Teiler a. a teilt dann also das Produkt unserer Primzahlen, nennen wir es m und auch m+1 – unsere neue Zahl. Doch wie soll das gehen? Dann müsste unser a aber auch die Differenz der beiden Zahlen teilen. m + 1 - m = 1 enthält aber keine Primteiler. Wir haben also schon wieder einen Widerspruch. Somit können wir felsenfest behaupten, dass es unendlich viele Primzahlen gibt. Dieser Beweis stammt übrigens von Euklid, der um 300 v.Chr. lebte. Ist also schon ganz schön alt der Kram.

Es fehlt jetzt natürlich noch der dritte Beweis, aber den möchte ich an dieser Stelle nicht führen, da er ein bisschen ausführlicher wird und der Eintrag jetzt schon eine Menge an Stoff enthält, den ein Nicht-Mathematiker erst einmal verdauen muss ;-)

Warum ausgerechnet Primzahlen als Thema? Nunja, viele von euch sind sicherlich tagtäglich im Internet unterwegs und manche kaufen bestimmt auch ein oder betreiben Online-Banking. Und da begegnen euch Primzahlen. Denn wie kommen eure Daten sicher von eurem Browser zum Händler oder zur Bank? Natürlich verschlüsselt. Und dazu werden Verschlüsselungsmechanismen benutzt, die darauf beruhen, dass es nur mit sehr viel Aufwand möglich ist, ein Produkt aus zwei sehr großen Primzahlen zu zerlegen.
Denn eins wird euch vielleicht klar: Zwei Zahlen zu multiplizieren ist einfach, aber 78457630683971672300324001194081223769 zu zerlegen braucht schon etwas Arbeit. Und jetzt stellt euch Zahlen vor, die mehrerere 100 Stellen lang sind.

Wer mehr Infos haben möchte, kann einfach mal auf der Wikipedia nachschauen. Primzahl ist hier das Stichwort, wer hätte das gedacht ;-)

A typical night in the internetz

via powtac

Versucht ihr auch manchmal einen Gedankengang zurückzuverfolgen um zum Ausgangspunkt zurückzukehren? Gestern fand ich mich auf einmal auf einer Seite, die mich mit einem Eingabeformular begrüßte: USER-ID und PASSWORD stand dort in fetten Buchstaben. Wie ich dahinkam? Das kommt zum Ende der Geschichte.

Das ist die original Eingabemaske - ihr wisst jetzt, was ich mit Web 1.0 meine, oder?

Jeder halbwegs normale Mensch wird wohl aus reiner Neugier mal was eingeben (nicht? Okay, dann halt jeder Geek) und sehen was passiert. Statt einer Fehlermeldung, dass das Passwort falsch sei, bekam ich eine weiße Seite mit HTML Quelltext angezeigt. Okay, jetzt war meine Neugier geweckt. Ich schaute mir den Quelltext des Loginformulars erstmal an. Es fanden sich CSS Angaben, die mehr an Prä-CSS oder Web 1.0 Zeiten erinnerten: Attributsnamen komplett in Großbuchstaben, Nutzung des bgcolor-Attributs im body-Tag und intensiver Gebrauch von Tabellen zur Gestaltung. Aber kein Hinweis, dass das Passwort vielleicht per Javascript geprüft wurde, wie es die Aufmachung der Seite vielleicht erwarten lies (in den späten 90er Jahren war es durchaus möglich, dass das Passwort direkt im Quelltext stand – unverschlüsselt). Hier war also nix zu holen. Also weiter zur Ausgabe, die erschien, wenn ich beliebige Nutzerdaten eingab. Auch hier fand ich nix verwertbares.

Glücklicherweise hatte die Seite ein title-Tag und so konnte ich nach kurzer Beratung mit Google feststellen, dass es sich um ein Loginformular für das Webinterface einer Videoüberwachungsanlage handelte. Jetzt war ich schon etwas gespannter, denn die Tatsache, dass es sich bei der Adresse lediglich um eine IP handelte, lies die Vermutung zu, dass es sich um etwas privates handelte. Also weiter überlegt: Aus Erfahrung wusste ich, dass es oftmals Default-Passwörter gibt und nach etwas weiterer Beratung mit Freund Google fand ich die Default-User-ID und das dazugehörige Passwort auf der Herstellerseite – im passenden Manual.

Wunderbar dachte ich mir und freute mich wie ein kleiner Junge – wer schaut nicht anderen Leuten gerne heimlich zu? Doch so einfach sollte es mir nicht gemacht werden: Ich gab die Daten ein und drückte Enter und – landete wieder auf der weißen Seite mit dem Quelltext. Ich wollte schon aufgeben und das ganze als Internetleiche abstempeln, als mir eine kleine Änderung im Quelltext auffiel: Der Code lies darauf schließen, dass die Seite einen Frame anzeigte, der eine .asp Seite im src-Tag enthielt. .asp = Active Server Pages = serverseitige Skriptsprache von Microsoft. Hier machte es Klick: Es ist dynamisch, kommt von Microsoft und soll Video anzeigen – ich brauche den Internet Explorer und dubiose ActiveX Steuerelemente.

Ein Versuch war es wert: Also Parallels gestartet, XP gebootet und den IE gestartet. Seite aufgerufen. Daten eingegeben und: BAZINGA. Er fragt  mich, ob ich ein ActiveX Steuerelement installieren möchte. Gespannt wie ein Flitzebogen wartete ich und fragte mich, was ich gleich sehen würde: Werde ich Zeuge eines Attentats und muss flüchten und mich von Jessica Alba retten  lassen oder kann ich Menschen beim Sex beobachten?

Doch nix da. Die vier Kamerabilder die vor mir auftauchten zeigten ein dunkles Zimmer, eine Garage, eine Haustür und den Garten. Toll. Tschüss. Gute Nacht.

Doch halt: Google bietet doch das intitle Suchargument mit dem man Webseiten nach Titel durchsuchen kann. Also fix den entsprechenden Titel eingefügt und gesucht. Und Zack: 10 weitere Suchergebnisse. Ich fand noch eine Büroetage mit 16 Kameras, einen Privathaushalt mit 16 Kameras (seriously, wer brauch sowas?) und eine Baustelle mit 4 Kameras und anderen uninteressanten Krams. Und was lernen wir daraus? Entweder du änderst die Standardpasswört oder die verhinderst, dass man von außerhalb auf dein System zugreifen kann.

Okay, und wie kam ich jetzt dorthin? Ein ziemlich verrückter Gedankengang. Ich habe in irgendeinem Blog etwas über ein neues Start-Up gelesen, allerdings dessen Namen vergessen, lediglich die TLD .ca blieb mir im Gedächtnis. Und da ich Domainspielchen immer nett finde, hab ich mal ausprobiert, was noch so geht (z.B. http://obama.ca/n oder http://yeswe.ca/n http://oh.ca/ptain etc.) – ihr wisst schon. Und bei einer dieser vielen Spielchen tauchte das besagt Loginformular auf und so nahm es seinen Lauf.

Und ja, ich habe dem Hersteller eine Email geschickt und ihn darauf hingewiesen, dass es unklug ist, Standardpasswörter einzurichten, die auf jedem Gerät identisch sind.

Die letzten 8 Wochen im Schnelldurchlauf…

Fast zwei Monate sind jetzt seit dem letzten Eintrag vergangen. Die letzten Wochen bis zu Semesterende waren nochmal sehr anstrengend und außerdem war ich noch eine Woche im Urlaub. Muss auch mal sein.

Was gibts alles neues? Mein iPhone 4 ist da. Knapp 2 Wochen hats gedauert, dann wurde es geliefert. Bestellt habe ich einen Tag bevor die Wartezeit auf 9 Wochen gesetzt wurde und anscheinend habe ich Glück gehabt. Als alter 3G User muss ich sagen: Holy Fuck, das Ding rockt. Das Display ist klasse und das Tempo. Leute, das Tempo. Keine 3 Minuten mehr warten beim Anschalten. Und mit iOS 4 war das 3G sowieso so gut wie unbenutzbar. Die nächste Zeit wird es wohl als teure Uhr auf meinem Nachttisch stehen, bevor im November der Netlock weggeht und ich es dann versuche bei Ebay zu verkaufen. Demnächst vielleicht ein bisschen mehr zum 4er Modell, wenn ich denn meine kostenlose Hülle bekommen habe ;-)

Unser Software-Entwickungs-Praktikum ist jetzt auch endlich beendet und wir haben einen völlig unerwarteten dritten Platz belegt :-) Knapp 10.000 Zeilen Code wurden geschrieben, 500 Commits getätigt und ca. 150 Seiten PDF Dokumentation entstanden, was ca. 3500 Zeilen Latex entspricht. Nur mal um so ein paar Zahlen zu nenne ;-) Angesetzt waren 8 Credits, entsprechen also 240h Aufwand. Das Projekt lief ca. 16 Wochen, also 15 Stunden die Woche, aufgeteilt auf 5 Tage macht das 3 Stunden pro Tag. Die Planung kommt bei uns irgendwie nicht ganz hin. Wir hatten größtenteils eine 6 oder 7 Tage Woche und dann waren im Schnitt ruhig 4h pro Tag angesagt. Macht also 28h die Woche, 448h insgesamt und somit knapp 15 Credits. Natürlich kann man jetzt sagen: “Selber Schuld, was macht ihr euch den Aufwand.”. Ja, hätten wir machen können, aber da packt einen doch der Ehrgeiz. Zu schade, dass auch diese acht mickrigen Credits nur eine Studienleistung waren und somit nicht in die Bachelornote eingehen werden. Aber naja, immerhin nehme ich eine ganze Menge Erfahrung mit.

Meinem iPad geht es wunderbar. Ich möchte es jetzt schon gar nicht mehr missen, morgens aufzuwachen, das iPad anzuschalten und im Bett ganz gemütlich meine RSS Feeds abzurufen, Twitter zu checken und die aktuellen Nachrichten abzurufen. Wenn ich überlege, dass ich davor immer meinen Laptop vom Kabelgestrüpp abziehen. Die musste… nein danke. Die Frage nach der Killer-App? Puh, keine Ahnung. Echofon Pro für Twitter, Reeder für RSS und Safari sind so meine meistbenutzten Apps, nebenbei noch ein paar Spielchen (Carcassonne, HotelMogul oder Flight Control HD seien hier genannt). Ihr seid alt genug, ihr könnt das auch selber im App Store suchen, brauch ich jetzt nich verlinken hier. Fehlt mir eigentlich nur noch, dass Apple mal die Remote App fürs iPad anpassen würde, dann wäre es echt perfekt. Kein Flash? Stört mich immer noch nicht, ich hab noch nicht einmal festgestellt, dass ich geflucht habe, weil eine Seite nicht vernünftig lief. Akku Laufzeit? Kann mich nicht beklagen, habe das 3G Modell und solang ich Zuhause bin, ist das deaktiviert. Über die genaue Laufzeit kann ich nichts sagen, da das Ding mal mehr, mal weniger genutzt wird und auch zwischendurch mal am iTunes hängt zwecks Musiktausch, Programmupdate oder Kalender-Sync.

Am Mittwoch schreibe ich meine letzte Klausur und dann von August bis Ende Oktober keine Uni, keine Klausuren, nix. Ich freue mich jetzt schon.

Das iPad ist da.

Ich besitze jetzt also auch ein iPad. Wir waren in Hamburg im Apple Store und haben uns morgens um kurz nach 7 in die bereits recht lange Schlange eingereiht. Apple Menschen verteilten kostenlos Mineralwasser. Starbucks wollte kostenpflichtigen Kaffee verkaufen, fiel damit aber auf die Klappe und lieferte kurze Zeit später kostenlose Kostproben in fingerhutgroßen Bechern.
20 nach neun waren wir dann drin. Mit unserem persönlichen Einkäufer Phlipp wurden unsere Wünsche (32GB mit UMTS und iPad Tasche) flugs erfüllt und keine 10 Minuten später waren wir auch schon wieder draußen und ich um eine Stange Geld ärmer.

Leider musste ich festsstellen, dass ich kein aktuelles iTunes in der Nähe hatte, so dass sich das Teil nicht aktivieren lies -,- Also hieß es bis Samstag abend warten. Dann war ich nämlich erst wieder zuhaus, denn ich war nicht nur wegen des iPads in Hamburg. Das sei hier gleichmal festgehalten.

Jetzt habe ich die ersten Stunden damit verbracht und bin nicht enttäuscht. Es macht Spaß damit zu surfen und rumzuspielen. Genauere Eindrücke gibts dann wohl in ein paar Tagen, wenn ich viele viele viele Apps genutzt habe. WordPress lässt sich damit schonmal befüttern.

PS: Der Apple Store ist übrigens ganz schön klein. Hatte ich mir größer vorgestellt.

Beiträge mögen – jetzt auch hier. Und ohne Facebook

Jetzt kann man auch hier Beträge mit einem Herzchen versehen und somit Rückmeldung geben, falls man für einen Kommentar zu schüchtern ist, unter Zeitdruck steht oder einfach nur seine unkompliziert Meinung kundtun möchte. Und da Facebook eh nur Daten klaut, wird es hier auch keinen Facebook “Gefällt mir” Button geben.

Also: Ordentlich Herzchen verteilen.

Nobody’s perfect – außer Zahlen

Ich wollte ja schon länger mal was schreiben, was mit der Mathematik zu tun hat, mir ist nur nix gutes eingefallen, was auch dem nicht so sehr Mathe-affinen Leser verständlich ist. Da ich jetzt aber mal mein LaTex Plugin ausprobieren wollte, habe ich mich für ein Thema entschieden, was nicht zu sehr mathematisch ist, sondern schon eher in die Numerologie geht: Perfekte (oder auch: Vollkommene) Zahlen.

Vollkommene Zahlen sind Zahlen, bei denen die Summe der Teiler die Zahl selbst ergibt. Verstanden? Nein? Kein Problem. Hier ein kleines Beispiel. Nehmen wir die Zahl 28. 28 hat folgende Teiler: 1,2,4,7,14. Addieren wir diese 5 Zahlen miteinander, so erhalten wir: 1+2+4+7+14 = 28. Jetzt sollte jeder verstanden haben, was eine perfekte Zahl ist. Die kleinste perfekte Zahl ist übrigens die 6. Das zu überprüfen, sei euch überlassen ;-) Bis zum 16. Jahrhundert waren erst lediglich 5 vollkommene Zahlen bekannt. Nach und nach wurden immer mehr Zahlen dieser besonderen Bauart entdeckt. Mein Stand ist, dass es momentan 47 entdeckte vollkommene Zahlen gibt. Die letzte wurde 2008 gefunden und hat 25.956.377 Ziffern. Die ersten, die diese Eigenschaft bestimmten Zahlen zuwiesen, waren übrigens die alten Griechen.

Wofür braucht man sowas? Kurz und knapp: In der Mathematik an sich gar nicht. Natürlich ist die Frage interessant, ob es unendlich viele solcher Zahlen gibt (findet vermutlich nicht jeder interessant) oder ob es auch ungerade vollkommene Zahlen gibt (die Zahl müsste größer als 10^{300} sein). Aber rein vom wissenschaftlichen Standpunkt haben diese Zahlen, meines Wissens nach, keine besondere Auswirkung. Aber wer weiß was in Zukunft kommt, auch bei Primzahlen hat man sich lange gefragt, wofür man diese brauchen könnte, und was würden wir heute ohne diese machen?

Interessant wird es, wenn man diese Zahl aus dem Blickwinkel der Numerologie betrachtet, also der Zahlenmystik. Die kleinste vollkommene Zahl 6: Gott erschuf die Welt in 6 Tagen. Der Mond beweget sich in 28 Tagen um die Erde. Dies und vieles mehr findet man in den Artikeln bei der Wikipedia: vollkommene Zahlen und Numerologie.

Ich weiß natürlich, dass dies hier nicht wirklich viel mit Mathematik zu tun hat (ich hätte noch auf die Konstruktion von vollkommenen Zahlen mit Hilfe von Mersenn’schen Primzahlen eingehen können… gähn…. da schläft die Hälfte aber ein ;-) ). Ich wollte einfach nur mal zeigen, dass Mathematik nicht nur stumpfes rechnen ist oder Formeln lernen. Sondern, dass es auch manche Dinge gibt, die der Mathematik das Recht geben, nicht nur als Naturwissenschaft betrachtet zu werden, sondern auch als Kunst.

Books are not dead.

Trotz Kindle, iPad, WeTab, txtr und wie sie alle heißen: Ein echtes Buch können diese Geräte (noch) nicht ersetzen. Natürlich ist es cool, wenn man Animationen im Text hat, die das Geschriebene visualisieren. Aber keines dieser Geräte wird mehrere Stürze überleben und in keinem kann ich schnell kurz was kritzeln (Okay, der Kindle kann das, aber ich meine mit nem Stift). Natürlich ist es schön, wenn man keine fetten Schmöker mit sich rumschleppen muss, wenn man Volltextsuche hat (Gut, das lohnt wirklich nur bei Fachbüchern). Aber trotzdem, auch wenn ich das Bücherlesen auf dem iPad mal ausprobieren werde, ich glaube nicht, dass das Gefühl von echtem Papier dadurch ersetzt werden kann. Nun gut, genug Geschwafel. Eigentlich wollte ich hier mal mein Bücherregal zeigen.

Früher was das mal alles besser sortiert. Ganz oben befanden sich nur Fachbücher fürs Studium (Analysis oder Lineare Algebra). Jetzt sind hier auch Romane (Gnosis oder Azs der schönen neuen Welt) dazwischen oder populärwissenschaftlicher Mathestuff (50 mathematical ideas, das Buch der Zahlen).

Dadrunter kommen größtenteils Bücher für HTML, JavaScript, PHP, MySQL oder Programmiersprachen. Plus ein bisschen Mathe und eins, zwei Romane. Wie gesagt. Es war mal geordnet ;-)

Hier sind jetzt fast durchgehend nur noch “normale” Bücher zu finden (Harry Potter, Oliver Twis oder ein Fremdwörterbuch).

Auch hier sind nur noch reine Romane und ein paar Sachbücher zu finden (Generation Doof, Sakrileg oder der Brockhaus).

Alles in allem sind es nicht mehr wirklich viele Bücher, den Großteil habe ich bei meinen Eltern gelassen, weil es a) Kinderbücher, b) Jugendbücher oder c) unwichtige Bücher waren. Mitgenommen habe ich lediglich meine Lieblingsschmöker.

Und jetzt? Wer will kann das gleiche bei sich machen und dann hierauf verlinken.

How Dropbox saved my ass today

Heute musste ich meinen Vortrag beim Bachelor-Seminar halten. Dazu benötigte ich eine Overheadfolie (ja, ich weiß. Overheadprojektor is sowas von Vorkriegszeit, aber für eine Folie brauch ich keinen Beamer) und mehrere Kopien meiner Handouts. Also alles schön mit LaTeX geschrieben und auf USB-Sticks gepackt. Richtig. Sticks. Plural.

Ich weiß, dass meine mobilen Speichermedien öfters mal rumspinnen. Habe alle vorher extra noch mit FAT formatiert, die Daten draufgepackt und eingepackt. Aus irgendeiner Ahnung heraus noch das ganze in die Dropbox gepackt und ab zur Druckerei. USB-Stick numero 1 an den USB Port. Stick erkannt. Laufwerk öffnen. “Möchten Sie den Datenträger formatieren?” Keine Daten da. Schrecksekunde. Es ist 14.20 und in 40 Minuten ist der Vortrag. Also schnell Stick numero 2 an den Port. Gleiches Vorgehen. “Möchten Sie den Datenträger formatieren?”.

Okay, langsam steigt Panik auf. Also schnell ins Netz, Dropbox Homepage und die Datei öffnen. Drucken. Fertig.

Dropbox ist also eine absolute Empfehlung, ich weiß schon, wo eine Kopie meiner Bachelorarbeit liegen würd, zusätzlich zum SVN Server ;) Das einzige was ich als ungünstig sehe, ist die Tatsache, dass man vielleicht nicht überall Internetzugang hat um auf seine Daten zzuuzugreifen, aber ich glaube die meisten besseren Druckereien sollten so etwas bieten.

Vortrag war btw übrigens ganz okay, Note gibts irgendwann später ;)

PS: Wer mir was Gutes tun will, und noch keinen Dropbox Account hat und jetzt einen will, der macht das hierüber und spendiert mir so noch 2GB 250MB zusätzlichen Speicher ;)