Von Denkern und Machern

Inspiriert von diesem Artikel hier und weil es mir so ähnlich geht, wollte ich mal hierzu was schreiben.

Dominik beschreibt eine Situation, in der ich mich auch schon öfters wiedergefunden habe: Ich habe eine Idee, die ich nicht umsetzen kann. Besser gesagt, ich habe sehr oft Ideen die ich nicht umsetzen kann. Manchmal auch nicht will, weil der Nutzen den Aufwand nicht übersteigt.

Dabei kann ich zwischen zwei Arten von nicht-umgesetzten Ideen unterscheiden: Entweder mir fehlt die Zeit um etwas umzusetzen oder mir fehlt das Wissen.

Viele meiner Ideen sind sicherlich für 99% der Menschheit völlig uninteressant, weil es einfach nur kleine Helferlein für meinen persönlichen Alltag sind, aber ich denke, dass auch einige recht interessant sind. Und ich denke auch, dass es vielen so wie Dominik oder mir geht. Wie viele coole Ideen gehen dabei wohl verloren?

Ich habe mir angewöhnt Ideen festzuhalten, egal ob ich sie realisieren kann oder nicht. Vielleicht findet sich irgendwann die Zeit oder aus irgendwelchen Gründen eigne ich mir die nötigen Grundlagen an und kann eine Idee umsetzen. Dabei frage ich mich regelmäßig, wieso es kein Portal gibt, auf dem man seine Ideen zur Verfügung stellen kann und jeder, der möchte, kann diese umsetzen. Oder gibt es sowas und ich habe das nur noch nie entdeckt? Allerdings komme ich auch immer wieder zum Ergebnis, dass wohl die wenigsten ihre Ideen dort veröffentlichen würden. Warum? Im Inneren hoffen wir doch alle, das unsere Idee das nächste Facebook oder ein neues Google ist und wir damit reich zu werden. Und wer möchte so eine Idee kostenlos anderen zur Verfügung stellen?

Was also machen, wenn man eine Idee hat, die man unbedingt umsetzen möchte? Ich sehe mehrere Möglichkeiten. Man kann entweder versuchen, sich das nötige Wissen anzueignen oder sich die notwendige Zeit freizuschaufeln; die Idee also selber umsetzen. Vielleicht hat man aber auch Freunde, die die notwendigen Vorraussetzungen mitbringen und mit denen man sich zusammentun kann. Als weitere Möglichkeit sehe ich (zumindest bei Webprojekten) Twitter oder Foren, d.h. man erweitert den Personenkreis. Entweder man vergibt nun eine Auftragsarbeit oder man veröffentlicht nun seine Idee und jeder kann damit machen was man will.

Auf keinen Fall sollte man die blödsinnige Vorstellung haben, dass irgendwer etwas umsonst für einen macht und man dann selber damit abkassieren kann.

Eine Patenlösung scheint es also nicht zu geben (es sei denn, man plant alles für diese eine Idee aufzugeben… ).

Beiträge mögen – jetzt auch hier. Und ohne Facebook

Jetzt kann man auch hier Beträge mit einem Herzchen versehen und somit Rückmeldung geben, falls man für einen Kommentar zu schüchtern ist, unter Zeitdruck steht oder einfach nur seine unkompliziert Meinung kundtun möchte. Und da Facebook eh nur Daten klaut, wird es hier auch keinen Facebook “Gefällt mir” Button geben.

Also: Ordentlich Herzchen verteilen.

How Dropbox saved my ass today

Heute musste ich meinen Vortrag beim Bachelor-Seminar halten. Dazu benötigte ich eine Overheadfolie (ja, ich weiß. Overheadprojektor is sowas von Vorkriegszeit, aber für eine Folie brauch ich keinen Beamer) und mehrere Kopien meiner Handouts. Also alles schön mit LaTeX geschrieben und auf USB-Sticks gepackt. Richtig. Sticks. Plural.

Ich weiß, dass meine mobilen Speichermedien öfters mal rumspinnen. Habe alle vorher extra noch mit FAT formatiert, die Daten draufgepackt und eingepackt. Aus irgendeiner Ahnung heraus noch das ganze in die Dropbox gepackt und ab zur Druckerei. USB-Stick numero 1 an den USB Port. Stick erkannt. Laufwerk öffnen. “Möchten Sie den Datenträger formatieren?” Keine Daten da. Schrecksekunde. Es ist 14.20 und in 40 Minuten ist der Vortrag. Also schnell Stick numero 2 an den Port. Gleiches Vorgehen. “Möchten Sie den Datenträger formatieren?”.

Okay, langsam steigt Panik auf. Also schnell ins Netz, Dropbox Homepage und die Datei öffnen. Drucken. Fertig.

Dropbox ist also eine absolute Empfehlung, ich weiß schon, wo eine Kopie meiner Bachelorarbeit liegen würd, zusätzlich zum SVN Server ;) Das einzige was ich als ungünstig sehe, ist die Tatsache, dass man vielleicht nicht überall Internetzugang hat um auf seine Daten zzuuzugreifen, aber ich glaube die meisten besseren Druckereien sollten so etwas bieten.

Vortrag war btw übrigens ganz okay, Note gibts irgendwann später ;)

PS: Wer mir was Gutes tun will, und noch keinen Dropbox Account hat und jetzt einen will, der macht das hierüber und spendiert mir so noch 2GB 250MB zusätzlichen Speicher ;)

Diaspora – STFU Facebook

Der Begriff Diaspora (griechisch διασπορά diaspora = Verstreutheit) bezeichnet seit dem späten 19. Jahrhundert hauptsächlich religiöse oder ethnische Gruppen, die ihre traditionelle Heimat verlassen haben und unter Andersdenkenden lebend über weite Teile der Welt verstreut sind. Er kann aber auch einfach eine Minderheitssituation vor allem einer Religionsgruppe bezeichnen.

Ich bin eben auf Diaspora gestoßen und es ist in meinen Augen wohl die coolste und beste Idee seit langem, die aus den Tiefen des Web 2.0 zu uns gekommen ist. Erfahren habe ich davon hier.

Worum geht es?

diaspora /dī-ˈas-p(ə-)rə, dē-/
origin: Greek, διασπορά – “a scattering [of seeds]”
1. the privacy aware, personally controlled, do-it-all distributed open source social network

Das ist die Definition, die uns die Macher hinter dem Netzwerk geben. Ein P2P open-source soziales Netzwerk. Die Vision: Jeder Nutzer hat die völlige Kontrolle über seine eigenen Daten. Euer Computer mit euren Daten verbindet sich direkt und verschlüsselt mit anderen, die einzelnen Rechner werden Seed gennant. Diese Seeds können auch auf externen Servern gelagert werden. Dazu ist der Seed in erster Linie ein Dienst, der verschiedene Social Networks, wo ihr angemeldet seid, durchforstet (z.B. Tweets abholt, Facebook Newsstream) und speichert (“a personal web server that stores all of your information and shares it with your friends.“). Erst im nächsten Schritt geht es darum, dass ihr euren Seed mit anderen verbinden könnt und zwar direkt, ohne über irgendwelche Server zu laufen. Eure Daten bleiben bei euch.

Wenn das Projekt wirklich in die Gänge kommt und funktioniert, wäre das die Revolution in den Social Networks. Bis dahin ist es aber noch ein weiter weg, auch wenn wohl schon ein kleiner Prototyp steht und bereits fast 20.000$ über Kickstarter gesammelt wurden. Der erste Start ist für September diesen Jahres angepeilt und ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird. Bei Twitter kann man den 4 Jungs, die dahinterstecken auch folgen.

Groupon Fieber in Deutschland

Groupon, was ist das überhaupt? Das ganze kommt aus den USA (wo auch sonst) und setzt sich zusammen aus “Group” und “Coupon”, also sowas wie “Gruppenrabatt”. Ist wohl das erste Web 2.0 Geschäftsmodell in diesem Jahr. Das ganze läuft meistens ortsgebunden ab, ab und zu auch mal deutschlandweit. Der Anbieter sucht sich lokale Partner und handelt mit denen ein Angebot aus. Z.B. ein Mittagsmenü zum halben Preis, Saunabesuch für zwei, wo nur einer zahlt etc. Anschließend wird dieses Angebot ins Netz gestellt. Der Clou an der Sache ist, dass der Deal erst zustande kommt, wenn genügend Leute den Deal kaufen wollen. So ist also sichergestellt, dass sich das sowohl für den Anbieter wie auch den lokalen Partner lohnt. In Deutschland gibt es im Moment zwei große Anbieter: CityDeal und DailyDeal. Beide fingen anfang des Jahres an, zuerst in den Großstädten wie Berlin oder Hamburg, mittlerweile kommen aber auch immer mehr neue Städte hinzu, in denen man Angebote finden kann.

Dass die beiden Konkurrenten sind, freut den Nutzer zuweilen, wenn es 5 Euro Starbucks Gutscheine für 2 Euro gibt. Oder 6 Euro Mecces Gutscheine für 3 Euro. Oder 50 Euro Zalando Gutschein für 15 Euro. Bleibt abzuwarten, wer sich letztendlich durchsetzen kann, oder ob beide durchhalten. Ich persönlich habe schon beide genutzt und kann mich nicht beklagen. Das Versenden der Gutscheine dauert generell ein paar Tage, denn erst muss die Aktion beendet sein und dann ein bisschen Verwaltungskrams, aber die Gutscheine kamen bisher an. Oftmals gibt es aber auch einfach Gutscheincodes per Mail, die sofort kommen, wenn die Aktion beendet ist.

Ein kleiner Nachteil, der sich sicher in Zukunft auflösen wird, ist die geringe Anzahl der Städte, in denen es Angebote gibt. Ich vermute aber, dass beide Anbieter fleißig am Suchen nach passenden Partnern und attraktiven Angeboten sind, so dass wir in Zukunft auch für die vielen kleineren Städte Deals finden werden. Alles in allem finde ich es eine super Sache, auch wenn es letztendlich wieder mal eine Geschäftsidee ist, die aus den USA abgekupfert wurde. Gerade die deutschlandweiten Angebote sind oftmals echte Hammer, ich frage mich da schon, wie lange das gegenseitige Pushen zwischen den Beiden gutgehen wird, denn das da Gewinn abfällt, kann ich mir kaum vorstellen, wenn iTunes Karten im Wert von 10 Euro für 6,90 Euro verkauft werden. Aber sowas nennt man in diesem Business wohl aggressive Kundenakquise. Und letztendlich belebt Konkurrenz ja auch das Geschäft. Laut deutsche-startups.de hat CityDeal momentan die Nase vorne.

Wer jetzt neugierig geworden ist und ein interessanten Angebot gefunden hat, könnte sich ja über meinen Link dort registrieren, dann kriege ich auch einen kleinen Obolus für meine nächste Bestellung gut geschrieben, so ganz uneigennützig ist dieser Beitrag dann doch nicht ;) Bei CityDeal nutzt doch einfach diesen Link und bei DailyDeal den hier.

[Link-Tip] The Hype Machine

Heute möchte ich mal ne absolute Empfehlung für The Hype Machine aussprechen. Wie ihr auf dem Bild schon erkennen könnt, crawlt der Dienst durch Twitter, aber auch hauptsächlich durch Musikblogs und schaut, was die Leute dort über verschiedene Tracks schreiben. Je mehr darüber schreiben, desto populärer muss der Song sein. Anschließend findet man diese Lieder auf der Hype Machine Homepage, auf der man als angemeldeter Benutzer Lieder mit einem Herzchen versehen kann, ähnlich dem faven bei Tweetes. So entstehen Ranglisten. Ranglisten mit Musik aus vielen verschiedenen Stilrichtungen, sehr oft echt geile Remixes. Dort findet man auch die Links zu den Blogs, in denen man die Lieder meistens downloaden kann. Einmal im Jahr gibts es den sogenannten “Zeitgeist” – eine Auflistung der Top Artisten, Top Tracks und Top Alben des vergangenen Jahres. Sehr genial. Außerdem nutzen sie beim Twittern den wohl coolsten URL Kürzungsdienst, den es gibt: awe.sm. Also, wer gute Musik abseits des Mainstreams sucht, der ist hier genau richtig aufgehoben. Viel Spaß beim Musik hören.

Wandkalender im Jahre 2010

Ich liebe Wandkalender. Nichts bietet schneller einen Überblick über wichtige Termine des ganzen Jahres. Insbesondere, seit ich vor zwei Jahren mal eine Klausur verschlafen habe, brauche ich diese Dinge jedes Jahr aufs Neue. Umso schöner, dass man auf druckerei.de bereit ist, an Blogger drei Wandkalender zu verschenken und jeden Twitterer, der über die Aktion berichtet, an einer Verlosung teilnehmen zu lassen. Aber es sind nicht nur irgendwelche Wandkalender, nein. Die Wandkalender sind ganz im Stil unseres allerliebsten Web 2.0 Services gestaltet. Welcher Service das ist? Twitter natürlich. Wunderschön mit Fail Whale und Hinweisen, ab wann man Twitter-süchtig ist :-) Also genau das richtige für uns Web 2.0 Junkies, die wir weinen, sobald unser “kleiner” Nachrichtendienst mal wieder für kurze Zeit nicht erreichbar ist.

Ich find die Aktion klasse und hoffe, dass es den Kalender auch zu kaufen gibt, damit ich ihn an ein paar Leute verschenken kann. Also, schaut mal vorbei bei Druckerei.de und stöbert ein bisschen herum, was man dort sonst noch so bekommen kann.

Pip.io

Pipio is a social operating system that aims to give people the ability to share and communicate in real-time. You can search what other people are communicating about in real-time based on contextual, geographical, and chronological relevance. As an operating system, we allow full functionality of third party web apps within the Pipio ecosystem.”

Seit mehreren Tagen habe ich jetzt einen pip.io Account und wollte mal ein wenig darüber berichten. Pip.io habe ich zum ersten Mal vor ein paar Wochen im Fahrwasser der Google Wave Invite Tweets aufgefischt. Durch Zufall bekam ich einen Invitecode, mit dem ich mir einen Account erstellen konnte, momentan ist der Zugang noch invite-only – im Gegensatz zu Google Wave, gibts hier wirklich Invites, die auch sofort per Mail rausgehen. Warum ich hier so oft Google Wave erwähne, nun ja, einige sind der Meinung, dass Pip.io ähnlich wie Google Wave funktioniert.

Pip.io Hauptansicht

Das stimmt. Aber es kann schon mehr. Es gibt Twitter und Facebook Integration, d.h. ihr könnt von pip.io aus euren Status in Twitter und Facebook updaten und natürlich auch den internen Status setzen.Was die Waves bei Google sind, dass sind die die Rooms. Dort hinein kann man Personen einladen und fortan Links, Bilder, Dateien oder einfach nur Nachrichten austauschen. Zwar sehr ihr nicht sofort, was andere schreiben, aber wir wissen ja, dass es Wave Nutzer gibt, die dieses Echtzeitgetippe stört.

Des weiteren gibt es die sogenannten Applications, momentan sind das Facebook, Twitter, Youtube, ein News Reader und Netflix. Jede Application hat eine eigene Seite, so dass Übersicht gegeben ist. Die Twitter Seite bietet euch neben der Timeline noch @replies, DM’s und die Möglichkeit Suchen zu speichern; Facebook zeigt euren News Feed, eure Wall, Fotos oder Freunde an. Alles in allem eine nette Umsetzung. Hier mal ein Bild, wie die Twitter Integration gelöst wurde: Pip.io Twitter ApplicationMan sieht hier die Ansicht der Direct Messages.

Pip.io GeolocationWas ich aber richtig cool finde, ist es sich alle Statusupdates von pip.io Usern aus einem bestimmten Kartenausschnitt anzeigen zu lassen. Dazu wurde Google Maps integriert und in gewohnter Art und Weise, lässt sich hineinzoommen oder der Kartenausschnitt verschieben. Eine Klasse Idee. Ein kleines Bildchen, wie das dann aussieht, seht ihr links.

Was gibts noch? Man kann Gruppen erstellen, denen man bestimmte Kontakte zuordnen kann. Es gibt auch Channels, die man öffnen kann, allerdings ist mir Sinn und Zweck davon noch nicht so sehr bewusst geworden :D

Das große Problem, dass pip.io hat, genauso wie Google Wave, ist die Anzahl der Nutzer, es gibt momentan nur sehr wenige deutsche Benutzer, kein Vergleich zu Twitter oder anderen Social Networks. Ich hoffe einfach, dass sich das ändern wird, wer eine Einladung zu pip.io haben will, möge sich einfach in den Kommentaren melden, ich werde dann schnellstmöglich nen Invite rausschicken.

Web 2.0 und die Älteren oder “Das Problem der fehlenden Freunde”

Auf meiner Arbeit hatte ich gestern ein kurzes Gespräch mit zwei Kolleginnen darüber, welche Web 2.0 Dienste ich nutze. Dazu muss man sagen, dass die Beiden nicht unserer Generation angehören, soll heißen, sie können zwar mit dem Rechner umgehen (was für viele nicht selbstverständlich is), aber viel mehr is dann da auch nicht. Ist ja auch gar nicht schlimm, denn für ihre täglichen Aufgaben reicht es ja vollkommen aus. Jedenfalls fragten sie mich, was ich denn so nutzte, da sie beide auf einem Vortrag zum Thema Web 2.0 waren, so wie ich es verstanden hab. Also zählte ich Twitter, diverse Social Networks und Blogs auf. Von Twitter hatten sie immerhin einiges verstanden, lediglich warum es nicht das gleiche ist, wie eine Email zu schicken, musste ich kurz erklären. Nun gut, aber darum soll es gar nicht gehen, was Twitter is, habe ich hier erklärt. Sondern die Frage war dann, was diese Dienste nützen, wenn man dort keine Freunde hat. Nichts hat man davon. Natürlich, Twitter kann ich trotzdem nutzen, in dem ich anderen folge. Okay. Aber Facebook, StudiVZ, MeinVZ, Myspace… nützen doch nichts ohne Freunde, na gut, Myspace schon, da kann man Musiker hinzufügen, okay. Aber trotzdem. StudiVZ ohne Freunde? Facebook ohne Freunde? Irgendwie nicht sooo toll. Bei Blogs sehe ich das anders, ich habe nicht den Anspruch, wie andere vielleicht, viele Leser zu haben, die viel kommentieren. Ich möchte hier schreiben, was mir durch den Kopf geht, vielleicht liest es jemand, vielleicht nicht. Vielleicht gibt es jemanden in 10 oder 20 Jahren, der auf meine (hoffentlich dann immer noch vorhandene) Seite gelangt und sieht was damals so abging. Vielleicht bleibe ich auch einfach nur auf archive.org oder im Google Cache. Aber was solls? Ich will hier kein Geld verdienen. Aber zurück zum Thema: Bei Blogs finde ich es nicht schlimm, wenn man keine Leser hat, wenn man die persönliche Einstellung dazu hat. Da stellte sich mir die Frage: Gibt es eigentlich schon Social Networks für “Ältere”? Ich meine jetzt nicht Xing (zu Businesslastig) oder MeinVZ (da sind auch alle Kiddies, sowas verschreckt ältere Generationen). Das Problem der fehlenden Freunde, so nenne ich es :D, besteht sicherlich auch zu einem Großteil daraus, das viele Ältere sich nicht im Netz bewegen, und das deswegen, diejenigen, die surfen, alte Bekanntschaften nicht finden. Verstanden? Nein? Okay: Dein Opa oder deine Mama surft im Netz, weil du es ihr gezeigt hast. Ihre Freunde haben aber nicht so tolle Enkel bzw. Kinder und kennen das Internet deswegen nur aus dem Fernsehen. Folglich findet dein Opa oder deine Mama keine Freunde. Sie findet das Internet doof und hat kein Interesse. Ziel muss es also sein, auch die Älteren in unserer Gesellschaft ins Internet zu kriegen. Und damit meine ich nicht nur die Generation Ü60, sondern auch die 40 bis 60 Jährigen, von denen es sicherlich viele gibt, für die das Internet ebenfalls nicht mehr ist, als etwas Unbekanntes von dem alle reden.

Wenn das gelingt, bekommen wir sicherlich bald auch SeniorVZ oder Ü40VZ ;) Dort kann man dann alle alten Bekanntschaften (Mitschüler aus der Grundschule, ehemalige Kommilitonen etc.) finden. Ich denke nicht für wenige Leute wäre das was schönes, noch mal in alten Erinnerungen zu schwelgen. Dann muss sich niemand mehr Gedanken machen über leere Freundeslisten. Bis dahin hab ich keine Ahnung, wie man ältere überzeugen soll, Social Networks zu nutzen, da der Nutzen für sie, im Moment, gegen 0 geht, so sehe ich das zumindest. Insbesondere auch deshalb, weil es kein entsprechendes Angebot gibt, soweit ich weiß.

Die Frage: Warum überhaupt Social Networks nutzen, kann man natürlich auch diskutieren. Aber warum nutzen wir die denn? Um in Kontakt mit anderen zu bleiben. Und ich denke, dass nicht nur unsere Generation diese Gedanken hat. Von daher: Lasst uns unsere Eltern und Großeltern ins Netz bringen, je mehr Ältere surfen, desto stärker werden deren Wünsche auch berücksichtigt und vielleicht haben wir dann bald die ersten Social Networks, in denen man sich zum gemütlichen Raclette-Essen, Wandern oder Kegeln verabreden kann ;)