Hier hab ich ja schon geschrieben, dass ich nach Kappeln fahre und da war ich die letzten drei Tage und bin gestern Abend nach 5h Zugfahrt wieder nach Braunschweig zurück gekommen. Auch wenn wir nur sehr wenige waren bzw. die anderen noch sind, und wir deswegen das Programm etwas anders gestalten mussten, war es doch bis gestern zumindest eine tolle Sache und am Liebsten wäre ich gar nicht nach Hause gefahren, denn gerade heute findet der, in meinen Augen, interessanteste Teil statt.
Samstag vormittag haben wir die letzten fünf Jahre Revue passieren lassen und alles aufgeschrieben was es zu kritisieren gab, anschließend diese Punkte in positive, konstruktive Kritik umformuliert. Dabei kam schon eine ganze Menge heraus und es zeigte sich, dass wir viel zu tun haben werden. Dann am Sonntag begann der schönste Teil, die Utopiephase: Einfach aufschreiben, was wir in Zukunft in der Kinder- und Jugendarbeit machen wollen, ohne das ewige “das geht doch nicht”, “da fehlt das Geld” etc. im Kopf haben zu müssen. Es kam echt eine Menge bei raus und der nächste Schritt war es, unsere Punkte zu Blöcken (neudeutsch: Cluster) zusammenzufassen und eine gemeinsame Überschrift zu finden. Anschließend haben wir angefangen für die einzelnen Themenblöcke aufzuschreiben, welche Schritte nun gemacht werden müssen, um dorthin zu gelangen.
Eins wurde deutlich: Wir brauchen dringend ein Profil. Wer sind wir eigentlich? Was machen wir? Was hebt uns von anderen Verbänden oder Vereinen ab? Denn wir haben auch festgestellt, dass wir einfach mehr Werbung machen wollen, sowohl für uns, um Nachwuchs zu gewinnen, als auch für unsere Angebote um dort Teilnehmer zu bekommen. Aber für beides brauchen wir, in unseren Augen, ein klares Profil, damit Außenstehende erkennen können, was sie bei uns erwartet. Insbesondere ist eines der großen Probleme, dass Kirche bei vielen Jugendlichen einfach negative Assoziationen hervorruft. Da kommen dann schnell Phrasen wie “Jeden Tag beten”, “Sonntags in die Kirche”, “kein Spaß” – kenn ich ja selber aus meinem Freundeskreis. Auch dieses Image wollen wir versuchen zu ändern, was nicht einfach wird, wenn gar unmöglich. Aber dann muss man halt zeigen, dass es nicht so ist, dass wir nicht nur beten und was man sonst mit Kirche verbindet. Im Gegenteil: Wir haben uns auch öfters gefragt, sind wir überhaupt kirchlich genug? Dieses Profil zu erstellen wird höchstwahrscheinlich ein sehr langwieriger Prozess, der aber schnellstmöglich angegangen werden soll, war es doch unser Ziel, schon die Jahresplanung 2010 mit den Ideen der Zukunftswerkstatt zu gestalten.
Wir haben uns weiterhin vorgenommen, dass Partizipation ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Arbeit werden soll. Wir machen unsere ehrenamtliche Arbeit für Kinder und Jugendliche. Um dies erfolgreich zu machen, müssen wir aber wissen. was unsere Teilnehmer wollen. Wir müssen mehr darauf schauen, was gerade bei den Kids’s angesagt ist und unser Angebot daran anpassen.
Es gab ne Menge zu diskutieren und es wartet viel Arbeit auf uns. Aber dies alles wird ohne genügend Ehrenamtliche nicht möglich sein, was mich zu einem weiteren Punkt bringt, den wir immer wieder zwischendurch angesprochen haben: Schule nimmt einen immer größeren Stellenwert ein, unsere Teamer müssen immer mehr und immer länger für die Schule etwas tun, insbesondere die, die jetzt das Abitur nach 12 Jahren machen müssen. Da kann ich verstehen, dass viele keine Lust haben, ein ganzes Wochenende wegzufahren, um eine Freizeit zu planen oder ein Seminar zur Fortbildung zu besuchen. Aber dann müssen wir uns halt überlegen, wie wir das trotzdem irgendwie hinkriegen. Auch dies wird noch eine spannende Sache, wir haben verschiedenste Dinge überlegt und durchgesprochen und müssen nun schauen was daraus wird. Auch das die Semesterferien vieler Studenten überhaupt nicht mit den Ferienzeiten zusammenliegen ist ein großes Problem, nicht nur bei uns, auch in anderen Propsteien gibt es das Problem. Insbesondere bei Projekten die von Studenten geleitet werden, ist das ein echtes Problem. In solchen Momenten müssen dann vermutlich auch einmal höhere Instanzen z.B. Jugendkammer, Landesbischof etc. an die Politik herantreten und darauf hinweisen. Es wird immer gesagt, dass Ehrenamt wichtig ist, natürlich darf Schule, Studium oder Job darunter nicht leider, aber wenn ich höre, dass Lehrer einen Schüler nicht für eine Stunde freistellen wollen, damit er mit auf eine Freizeit kann und der Schüler erst beim Direktor anfragen muss, oder sich eine Schulbefreiung von unserm Propsteijugenddiakon holen muss, fehlt mir manchmal das Verständnis.
Category Archives: Jugendarbeit
fast vorbei…
…noch eine Klausur, noch eine mündliche Prüfung, dann is diese Klausurenphase endlich beendet. Morgen früh 9:30 die Programmieren I Klausur und dann noch am 26.3. um 13:45 meine Lineare Algebra I+II mdl. Prüfung. Für die muss ich die nächsten Tage noch eine Menge machen, die Kapitel 14-24 sind noch relativ frisch, da hab ich ja die Klausur vor zwei Wochen drüber geschrieben, aber die Kapitel aus dem ersten Semester benötigen dringend eine Auffrischung. Wie die Klausuren gelaufen sind, da schreib ich vielleicht wenn alles vorbei ein bisschen was, ich bin ganz zufrieden.
Nächsten Freitag gehts dann für 3 Tage nach Kappeln zur Zukunftswerkstatt, wo wir die letzten 5 Jahre unserer Jugendarbeit in Goslar Revue passieren lassen und schauen wollen, was in Zukunft geändert werden soll / muss / kann. Leider kann ich nur 3 Tage teilnehmen, da Montag die Uni wieder losgeht und ich da nix verpassen kann. So werd ich mich dann Sonntag nachmittag für 5 Stunden in den Zug setzen und von Kappeln zurück nach Braunschweig fahren, das wird ein Spaß, das seh ich jetzt schon kommen :) Aber das nehme ich gerne in Kauf, denn die Chance ein bisschen an unserer evtl. Neuausrichtung mitzuwirken will ich mir nicht entgehen lassen, gerade weil viele Aktive Ehrenamtliche aus Zeitgründen nicht mitkommen können. Aber es stört mich schon ein bisschen, dass die Uni am Montag wieder losgeht, noch bevor Ostern war und total asynchron zu den Osterferien, so dass ich dieses Jahr die Osterfreizeit doch nicht leiten kann, obwohl ich das gern gemacht hätte, wäre schließlich meine erste eigene Freizeit, bei der ich die alleinige Leitung gehabt hätte. Aber lässt sich leider nich ändern und ich werd schon überleben^^
freitag bis sonntag weg
von freitag bis sonntag bin ich erstmal weg – wie jedes jahr um diese zeit findet das ELT statt – das evangelische landesjugendtreffen der landeskirche braunschweig. dieses jahr zum zweiten mal in neuerkerode. wer es nicht kennt: es handelt sich dabei um ein dorf in dem größtenteils menschen mit einer behinderung leben. das letzte jahr hat sehr viel spaß gemacht und ichj glaube auch dieses jahr wird es wieder lustig – auch wenn unser hot-dog-stand diesmal nicht mit dabei sein wird – wir sind einfach zu wenig leute. die wetterprognosen stehn ja gut und so wird es wohl das zweite mal, dass ich dieses jahr im warmen zelten kann :-)
pfingsten is doch immer wieder was schönes…
…und dieses jahr war es besonders toll: praller sonnenschein jeden tag – bis zu 28 grad. die kinder waren alle super nett und immer gut drauf. zum ersten mal musste kein kind im haus schlafen, sondern es blieben alle in ihren zelten, trotz der eiskalten 6 grad während der nacht.
morgen gehts endlich los…
…morgen isses dann soweit: pfingsten steht vor der tür und wie jedes jahr geht es zum zelten nach wildemann. dieses jahr 40 kinder und so 12 teamer. ein rasanter abfall im vergleich zu den letzten jahren, wo wir immer um die 60 kinder und 20 teamer hatten. aber naja, obs daran liegt, dass wir ein biblisches thema haben oder nich, soll hier jetzt nicht diskutiert werden.
fest steht nur, dass wir auf jedenfall gutes wetter haben werden – zum erstenmal in der vierjährigen geschichte des zeltlagers. sonst hatten wir immer nur regen (2005,2006) oder regen+überflutung (2007) :-) so werde ich vielleicht zum erstenmal meine regensachen nicht einpacken. läuft alles ein wenig ungeplant dieses jahr, beim vorbereitungswochenende waren nur 4 teamer dabei, und auch beim letzten vorbereitungstreffen waren nur 6 oder 7 anwesend. ich persönlich habe an gar keiner dieser veranstaltungen teilgenommen – beim wochenende hab ich eine klausur geschrieben und beim andernmal hatt ich vorlesung. aber naja, ich bin sicher wir kriegen das hin, denn
- ist der großteil der leute schon mehrere jahre dabei und weiß, wie es pfingsten abläuft und
- sind wir einfach gut :-D
und wie jedes jahr wird es wahrscheinlich so sein, dass ich anschließend zwei tage krank bin, dass is immer der fall, wenn ich in wildemann war. sei es pfingsten oder letztes jahr im sommer bei der kids vor ort freizeit. jetzt muss ich morgen noch die letzten vorbereitungen treffen, z.b. eine lustige handpuppe basteln, denn dieses jahr werden wir statt eines rollenspiel mit verkleiden und allem drum und dran, ein handpuppentheater haben. ich bin gespannt wie es bei den kids ankommt und ob es überhaupt klappt.
mischmasch
…so, war heut mal wieder für zwei stunden skaten…überall langgefahrn wo es ging, keine ahnung wo ich überall war :-) ich weiß nur, dass hunde in parks angeleint gehören, die blöden viecher scheinen alles skater-hasser zu sein…aber naja, ich habs überlebt und nebenbei ein paar schöne plätzchen entdeckt und offene funknetzwerke ;-) ich habe sogar den “königssaal der zeugen jehovas” entdeckt :-) was es nich alles gibt hier… heut abend dann noch hausaufgaben sauber aufschreiben und schon is das wochenende vorbei und dann für vier tage uni, bevor dann das kinder-pfingstzeltlager von freitag bis montag ansteht. dieses jahr absolut ungeplant und chaotisch – ich bin gespannt wie es ablaufen wird. wird sicherlich wieder lustig. morgen steht abends dann noch propsteijugendversammlung an, auf der mal wieder einiges besprochen werden wird.
und – bevor ich es vergesse – ich habe den zweiten eintrag auf der newsseite von einfachHOPPE bekommen :-) da da mittlerweile wieder was neues steht und marco erst noch am neuen design bastelt, hab ich schnell nen screenshot angefertigt – ego-befriedigung :-D
