[Review] Torq Conectiv

Vor dem eigentlich Post, eine kurze Anmeldung: Ich sitz gerad im ICE und hab deswegen keine Möglichkeit irgendwelche Screenshots zu machen, die reiche ich aber nach, sobald es geht.

Wer viel im Netz nach guter Musik sucht und gleichzeitig noch gern ein bisschen mit Plattenspielern auflegt, der hat das Problem, dass er die Tracks in digitaler Form schlecht abspielen kann. Natürlich, man kann den Rechner an das Mischpult anschließen und hat dann auf einem eigenen Channel die Mukke vom Rechner. Mag gehen. Ist aber keine vernünftige Lösung, wenn man schon etwas ambitionierter an die Sache herangeht. Pitchen, anschieben, abbremsen, all das, was man als DJ benötigt, geht da nicht.

Wäre es nicht super, wenn ihr die Musik auf dem Rechner mit Hilfe eurer Plattenspieler abspielen könntet? Und an dieser Stelle kommt Torq Conectiv ins Spiel. Bestehend aus Hard- und Software ermöglicht es euch, digitale Musik auf analogen Geräten (Platten- oder CD-Spieler) abzuspielen. Dazu benötigt ihr das mitgelieferte Audio-Interface, dass einfach zwischen Mixer und Plattenspieler angebracht wird und einen Rechner, der per USB mit dem Interface in Verbindung tritt.
Zusätzlich die Torq Software, die auf dem Rechner installiert wird und natürlich die Timecode Vinyls bzw. CDs. Diese liefern ein Signal (ein Piepen), anhand dessen die Software erkennt, an welcher Stelle auf der Platte sich die Nadel befindet und ob ihr die Platte anschiebt oder abbremst, oder die Nadel abnehmt. Dann könnt ihr Musik von eurem Rechner in die Torq Software laden und eure Plattenspieler starten und schon kanns losgehen.
Aber damit nicht genug, ihr seid nicht auf den Rechner festgelegt, das Interface bietet euch auch die Möglichkeit das Signal des Plattenspielers am Rechner vorbei zuschleifen und direkt auszugeben, ihr könnt also zusätzlich noch eure alten Vinyls benutzen.

Bevor ihr loslegt, solltet ihr eure Musiksammlung von der Software scannen lassen, dass kann je nach Größe schon ein bisschen dauern, hat aber den Vorteil, dass ihr für all eure Tracks seht, wieviel BPM sie haben und ihr schneller passende Tracks findet. Und hier kommt ein Nachteil bzw. etwas das mich stört. Für jeden Track wird eine extra Datei angelegt, in der diese Informationen stehen, d.h. ihr habt eine Menge Dateien quer durch eure Musiksammlung verteilt, hier wäre eine zentrale Lösung z.B. eine Datenbank angebrachter gewesen, um mehr Ordnung zu schaffen.

Aber weiter zur Software, was bietet sie euch noch? Zum Einen könnt ihr die Software per MIDI-Controller steuern, einfach das MIDI-Interface in den Einstellungen auswählen, Rechtsklick auf einen Button, dieser verfärbt sich rot, und den Knopf auf dem MIDI-Gerät drücken, der dem Button zugewiesen werden soll. Fertig, das war es auch schon. Hat bei mir in einem ersten Versuch sofort geklappt. Die Software bietet euch die Möglichkeit mehrere (5 Stück pro Deck) Cue-Points zu setzen und diese per Tastendruck aufzurufen. Weiterhin gibt es eine Loop-Funktion, entweder man setzt Loop-In und Loop-Out selber oder man lässt die Software 1,2,3 oder 4 Takte automatisch loopen. Die Länge dieser „Auto-Loops“ lässt sich auch in den Einstellungen ändern.

Solltet ihr keine externen Mixer nutzen wollen, so bietet die Software einen internen Mixer, den ich aber bisher nicht benutzt habe, ebenso wenig die Effektsektion, da diese mein externer Mixer bietet. Ich habe aber in diversen Foren gelesen, dass sich die Effekt im Mittelfeld bewegen.

Was noch? Die Software bietet euch iTunes Anbindung. Find ich sehr gut als Mac User ;) Weiterhin legt es bei jedem Start eine eigene Playlist an, in der alle Titel auftauchen, die ihr während der Session irgendwie im Deck habt und ihr könnt euer Set gleichzeitig aufnehmen.

Was mich ein bisschen stört, ist die Tatsache, dass die Software ohne die Hardware nicht startet. Klar, eine Möglichkeit um Raubkopien zu umgehen, aber gerade jetzt hier, wo ich gern ein paar Screenshots von der Oberfläche machen möchte, kann ich das nicht, weil ich das Gerät nicht bei mir habe. Und auch zuhause wäre es recht ungünstig, da das Interface eigentlich fest an einer Position steht und nur mit Aufwand aus seiner Position rauszuholen ist und der Laptop, wenn er verbunden ist, nur im stehen erreichbar ist. Hier könnte M-Audio mal darüber nachdenken, die Software starten zu lassen, aber ohne Hardware kann man nichts abspielen, lediglich Files scannen oder so ähnlich.

Insgesamt bin ich mit dem Kauf jedoch vollends zufrieden. Ich hatte eine Menge Remixes und Mashups aufm Rechner, die ich gern einmal während eines Sets spielen würde, bisher war das nicht möglich, dann Torq geht das nun und ich kann gleichzeitig noch meine alten Platten weiter nutzen, der Umstieg auf vollends digitales Auflegen, den möchte ich jetzt noch nicht vollziehen.

Podcast: Ostbahnhof / Techno Mix

Da ich grad wieder mal zu dem Podcast “Ostbahnhof” abgroove, will ich den euch mal heute empfehlen. Es gibt 8 Folgen, jeweils ein bisschen mehr als eine Stunde lang. Das erste Mal hab ich den Podcast im August letzten Jahres entdeckt und fand ich gleich absolut klasse. Es gibt immer eine Stunde lang feine Electro Musik auf die Ohren. Die letzte Folge ist leider schon vom 04.05.2009 – was da los ist, weiß ich leider im Moment nicht, ich hoffe es gibt bald neue Folgen, es gab davor von Februar bis Mai schon eine längere Pause ohne eine Folge, vielleicht kommt ja jetzt im Herbst neuer Stoff in unseren Podcatcher. Hier der Link zum Podcast im iTunes Music Store. Ich hoffe euch bereitet das Ding genauso viel Freude wie mir. Für alle Electro Fans wieder mal ein absolutes Muss!

Vermischtes am 10.09.2009

  • Anette Schavan:

    Ich glaube, dass die Bandbreite der Studiengebühren deutlich über 500 Euro pro Semester hinaus gehen sollte.

  • Die nächste Twitpocalypse droht uns: am 11.09.2009 wird Twitter untergehn eine unbeschreibliche Menge an Tweets (4294967296 Tweets) veröffentlicht haben, so dass mal wieder die Range eines Datentyps überschritten wird. Wenn irgendeiner meiner Clients das nicht schon implementiert hat, dann nutz ich den nicht mehr.
  • eine einstündige Einführung in Git gibts bei O’Reilly – kostenlos
  • iTunes 9 ist draußen – neue Funktionen, neues Design. Es gibt neue iPods. In Bunt. Will ich haben. Den Nano. Und den 64GB iPod Touch.
  • Ausgabe 001 vom Bundesradio ist draußen. Tim Pritlove und Philip Banse schauen hinter die Kulissen im Bundestag. Sehr interessant. In der ersten Folge geht es um die Bundestagsverwaltung

iTunes nervt

Ich arbeite jetzt schon lange und gerne mit iTunes. Aber es gibt eine Sache an diesem Ding, die nervt mich sowas von. Ich benutze keine Playlisten. Ich spiele Lieder direkt aus der Library ab. Gleichzeitig bearbeite ich oft ID3 Tags in der Library. Wenn ich jetzt z.B. mein oberstes Album abspiele und gleichzeitig ein Album in der MItte der Bibliothek bearbeite, dann springt der Focus immer wieder ganz hoch zum Album, das gerade abgespielt wird, wenn dort ein neuer Track anfängt. Das nervt. Ja, jemand gab mir mal den Hinweis, die Songs, die ich bearbeite zu markieren und dann Pfeiltaste runter oder hoch zu drücke, um dorthin zurüclzuspringen… aber: Nein! Das kann doch nicht sein, dass man dieses Verhalten nicht abstellen kann. Jeder der mir weiterhelfen kann, möge das bitte tun. Ich wäre sehr dankbar. Danke.