Macheist is back!

Einige von euch kennen sicherlich Macheist, die mehr oder weniger regelmäßige Schatzsuche im Internet mit der Aussicht auf kostenlose Programme. Die Jungs und Mädels geben sich ordentlich Mühe um knackige Rätsel zu schaffen, die nicht so leicht zu lösen sind. Oft gehen sie Kooperationen mit anderen Seiten ein, so dass man auf deren Homepage suchen muss. Es ist auf jeden Fall immer eine Herausforderung, doch zum Glück gibt es auch das Macheist-eigene Forum, zum Diskutieren und Austauschen, so dass niemand alleine suchen muss.

Zuletzt gab es im Frühjahr 2010 eine Schnitzeljagd, bei der man einen Code fand, der ein geheimes Menu in Twitter for Mac freischalten konnte. Außerdem gab es die Aussicht auf ein Pre-Release von Tweetie 2, was ja nun sehr wahrscheinlich nicht mehr passieren wird.

In der letzten Nacht gab es einen neuen Tweet von @macheist und eine neue Startseite auf deren Homepage. Ist es also sehr wahrscheinlich, dass es in den nächsten zwei bis drei Wochen losgeht. Zuerst muss jedoch ordentlich Buzz in der Mac-Welt erzeugt werden, damit genügend Leute mitmachen.

Ich empfehle euch mal, die Startseite auf einem iOS-Device anzuschauen (iPad, iPhone oder iPod touch) und ein paar Gesten auszuprobieren, vielleicht findet ihr ja was interessantes…

Ersten Gerüchten zufolge (die aber angeblich auf Anfrage von Macheist wieder entfernt werden sollten), soll es eine iOS App geben, ich bin gespannt.

eBooks in aller Munde

eBook vs. Book

Da hat Amazon ja anscheinend echt gut Werbung für seinen Kindle-Start in Deutschland gemacht. Allerlei Blogs in meinem Feedreader und auch Twitterer haben/wollen einen Kindle.

Ja, ich find das Ding auch cool, glaube ich zumindest, obwohl ich noch keinen in der Hand hatte. Zumindest finde ich die Vorstellung mehrere Bücher dabeizuhaben, die fast nix wiegen super. Aber: Ich möchte trotzdem noch die Bücher als Gegenstand haben. Warum? Ich weiß nicht, ob euch schon einmal ein Buch in die Badewanne gefallen ist, oder ob ein Glas mit Flüssigkeit umgekippt und auf ein Buch gelaufen ist. Ich möchte so etwas nicht mit einem 139 Euro teuren elektronischen Gegenstand ausprobieren, bin mir aber recht sicher, dass das nicht so gut ist. Außerdem haben Bücher für mich auch immer einen bestimmten Erinnerungswert, die mich an einen Ort oder ein bestimmtes Ereignis erinnern (Harry Potter in englisch habe ich das erste Mal in Spanien gelesen; Rainbow Six habe ich vom 24.12. auf den 25.12. durchgelesen etc.) Und: Wer möchte seinen Kindern nur einen eBook-Reader in die Hand drücken, anstatt eines Kinderbuches? Ein Buch, dass sich vielleicht auch noch mehrmals aufklappen lässt, in verschiedene Richtungen? Reine eBook-Reader bieten solche Möglichkeiten nicht, denn (a) kostet jede Animation Energie und (b) können die Displays, meines Wissens nach, gar keine Bewegung darstellen. Wenn ich so etwas möchte, kaufe ich mir ein iPad.

Also was machen? Yannick schlägt vor, dass man über den Barcode des Buches die digitale Version umsonst oder für einen kleinen Aufpreis bekommt. Finde ich eine super Sache. Ist seit längerer Zeit auch bei vielen Schallplatten der Fall. Ich habe nämlich ehrlich gesagt keine Lust, für die Print-Ausgabe 20 Euro auszugeben, nur um dann für die digitale Version noch einmal 10 oder mehr Geldeinheiten zu bezahlen. 2-3 Euro wären für mich okay, allerdings käme auch eine andere Lösung in Betracht:

Ich beziehe mich jetzt nur auf Amazon, da dies in meinen Augen der führende Anbieter von eBooks werden wird, ähnlich wie Apple und MP3′s.

Die digitale Version umsonst über den Barcode zu verteilen, wäre großer Quatsch, da man diese viel zu einfach fälschen/kopieren kann. Außerdem wäre beim Wiederverkauf der Print-Ausgabe die digitale Version immer noch in der Hand des Besitzers. Man kann sich jetzt streiten, ob das ok ist oder nicht. Für die Barcode-Variante wäre also ein extra Aufpreis angebracht, damit dort keine Verluste eingefahren werden, wenn jemand den Barcode online stellt.

Amazon könnte jedoch zu jedem Buch einen Code liefern, mit dem man die digitale Version laden und mit dem eigenen Amazon-Konto fest verknüpfen kann. Meinetwegen wird auch automatisch beim Kauf der Print-Ausgabe das Buch mit dem Konto verknüpft und man hat das eBook schon im Kindle und kann dort anfangen zu lesen, bevor überhaupt die Print-Ausgabe mit der Post angekommen ist. Wenn man dann das Buch verkaufen möchte, kann man sich entscheiden, ob man die eBook-Version behalten möchte oder nicht.
Behält man sie, so bleibt die Verknüpfung mit dem eigenen Amazon-Konto weiterhin bestehen und man verkauft einfach die Print-Ausgabe. Möchte man nun analoge und digitale Version verkaufen, so kann man die Verknüpfung mit dem eigenen Konto auflösen, erhält einen neuen Code und kann diesen an den Käufer übermitteln. Amazon könnte dann z.B. per Fernlöschung das Buch vom eigenen Kindle löschen. Genauso könnte man auch nur die die digitale Version verkaufen und das “reale” Buch behalten.

Problematisch wird das ganze jetzt nur wieder, weil man einen geeigneten DRM-Mechanismus bräuchte, um sicherzustellen, dass verkaufte eBooks auch wirklich beim alten Besitzer gelöscht sind und sich keine unerlaubten Kopien erstellen lassen. Aber ja, so wird es am Anfang nun mal sein müssen und mir fällt sonst auch keine Lösung ein, wie man diese Kontrolle erreichen könnte.

In die Kategorie “Utopie” fällt wohl der Gedanke, dass sich alle Anbieter von eBooks auf einen Standard einigen und man auch Bücher auf verschiedenen Reader nutzen kann, aber vielleicht kommen wir in ein paar Jahren dahin, wer weiß.

Ich werde jetzt erst einmal die nächsten Wochen abwarten und schauen, was es so für weitere Erfahrungsberichte zu lesen gibt. Vielleicht bin ich dann auch irgendwann stolzer Besitzer eines eBook-Readers.

Von Denkern und Machern

Inspiriert von diesem Artikel hier und weil es mir so ähnlich geht, wollte ich mal hierzu was schreiben.

Dominik beschreibt eine Situation, in der ich mich auch schon öfters wiedergefunden habe: Ich habe eine Idee, die ich nicht umsetzen kann. Besser gesagt, ich habe sehr oft Ideen die ich nicht umsetzen kann. Manchmal auch nicht will, weil der Nutzen den Aufwand nicht übersteigt.

Dabei kann ich zwischen zwei Arten von nicht-umgesetzten Ideen unterscheiden: Entweder mir fehlt die Zeit um etwas umzusetzen oder mir fehlt das Wissen.

Viele meiner Ideen sind sicherlich für 99% der Menschheit völlig uninteressant, weil es einfach nur kleine Helferlein für meinen persönlichen Alltag sind, aber ich denke, dass auch einige recht interessant sind. Und ich denke auch, dass es vielen so wie Dominik oder mir geht. Wie viele coole Ideen gehen dabei wohl verloren?

Ich habe mir angewöhnt Ideen festzuhalten, egal ob ich sie realisieren kann oder nicht. Vielleicht findet sich irgendwann die Zeit oder aus irgendwelchen Gründen eigne ich mir die nötigen Grundlagen an und kann eine Idee umsetzen. Dabei frage ich mich regelmäßig, wieso es kein Portal gibt, auf dem man seine Ideen zur Verfügung stellen kann und jeder, der möchte, kann diese umsetzen. Oder gibt es sowas und ich habe das nur noch nie entdeckt? Allerdings komme ich auch immer wieder zum Ergebnis, dass wohl die wenigsten ihre Ideen dort veröffentlichen würden. Warum? Im Inneren hoffen wir doch alle, das unsere Idee das nächste Facebook oder ein neues Google ist und wir damit reich zu werden. Und wer möchte so eine Idee kostenlos anderen zur Verfügung stellen?

Was also machen, wenn man eine Idee hat, die man unbedingt umsetzen möchte? Ich sehe mehrere Möglichkeiten. Man kann entweder versuchen, sich das nötige Wissen anzueignen oder sich die notwendige Zeit freizuschaufeln; die Idee also selber umsetzen. Vielleicht hat man aber auch Freunde, die die notwendigen Vorraussetzungen mitbringen und mit denen man sich zusammentun kann. Als weitere Möglichkeit sehe ich (zumindest bei Webprojekten) Twitter oder Foren, d.h. man erweitert den Personenkreis. Entweder man vergibt nun eine Auftragsarbeit oder man veröffentlicht nun seine Idee und jeder kann damit machen was man will.

Auf keinen Fall sollte man die blödsinnige Vorstellung haben, dass irgendwer etwas umsonst für einen macht und man dann selber damit abkassieren kann.

Eine Patenlösung scheint es also nicht zu geben (es sei denn, man plant alles für diese eine Idee aufzugeben… ).

Google zensiert Suchanfragen?

Jeder weiß, dass Google Webseiten auf Antrag aus seinem Index entfernt, so dass diese nicht mehr in den Suchergebnissen auftauchen (Bericht aus 2002 aus der Telepolis).

Auf Techcrunch und Torrentfreak habe ich eben eine Nachricht gelesen, wonach Google Suchanfragen zensiert und zu bestimmten Worten keine Auto-Vervollständigung anbietet und auch keine Instant-Suche. So kriegt man keine Vervollständigung für “Bittorrent” oder schon “Bittorr”. Auch “Ubuntu bitto” liefert nichts. Erst mit der Enter-Taste wird die Suche gestartet und bringt auch die normalen Suchergebnisse.

Während Rapidshare nicht auffindbar ist, wird Hotfile ohne Probleme gefunden.

Es scheint also, dass dies ein neuer Ansatz sein soll um Piraterie im Internet zu unterbinden. Techcrunch und Torrentfreak sehen beide die Unterhaltungsindustrie, also auch MPAA und RIAA, dahinter. Anders lässt sich das eigentlich nicht erklären, denn, wie Devin Coldewey auf Techcrunch schreibt:

I have no doubt that this list was put together by the media companies, because Google would have done a far better job of doing it. The team responsible for executing this probably lost more time to derisive laughter than long lunches.

Sehr wahre Worte. Warum sollte man den Namen Bittorrent blocken? Das hat nichts mit illegalem Filesharing zu tun. Lustigerweise kann man weiterhin nach “The Pirate Bay” suchen, was das ganze irgendwie noch ungläubiger erscheinen lässt. Auch Rapidshare äußert sich auf Torrentfreak dazu:

“RapidShare is one of the most popular websites worldwide. Every day hundreds of thousands of users rely on our services to pursue their perfectly legitimate interests. That is why Google has obviously gone too far with censoring the results of its suggest algorithm. A search engine’s results should reflect the users’ interests and not Google’s or anybody else’s,” the company added.

Insbesondere die letzte Aussage finde ich wichtig. Abgesehen von der Datensammelwut des Konzerns, hatte ich bisher immer den Eindruck, dass Wert auf zuverlässige und korrekte Suchergebnisse gelegt wurde.

Hat Google jetzt die Büchse der Pandora geöffnet? Klar ist: Es werden jetzt sicherlich mehr Firmen kommen und danach fragen, bestimmte Ausdrücke zu filtern. Natürlich: Suchen geht weiterhin, aber nicht jeder Internetuser weiß, dass er dafür auf den “Suchen”-Button klicken muss. Er wird sich denken: “Wenn mir sonst immer was vorgeschlagen wird, für diesen Begriff aber schon nach 4 Buchstaben nichts mehr, dann brauche ich nicht weitersuchen.”

Katzen, Preise & Co.

Nicht ganz uneigennützig erzähle ich hier jetzt kurz was über den Gilly und sein Blog (Gilly’s Playground). Das feiert nämlich dieser Tage seinen fünften Geburtstag. Ein Alter was nicht allzuviele Blogs erreichen. Zumindest nicht welche, die regelmäßig befüttert werden.

Beim Gilly findet man nämlich allerhand Kuriositäten. Wer auf der Suche nach LOLCATS ist, kann dort regelmäßig seine Sucht befriedigen. Außerdem findet ihr allerlei Testberichte, der Gilly testet nämlich auch recht eifrig die verschiedensten Dinge.

Und da 5 Jahre eine lange Zeit sind, lässt er es sich nicht nehmen und verlost eine Menge Preise im Wert von 2000 Euro. Das ist auch der Grund, weshalb dieser Beitrag nicht ganz uneigennützig ist, wie ich am Anfang erwähnte. Jeder der einen Kommentar hinterlässt, darüber twittert oder einen Eintrag im eigenen Blog schreibt, nimmt an der Verlosung teil.

Was gibt es zu gewinnen? Eine Menge. Z.B.:

  • iTunes Gutscheine
  • Archos 32 Multimedia-Player 8 GB
  • Akkuschrauber von Bosch
  • Rasierer
  • Kino Gutschein
  • Herr der Ringe auf Bluray
  • Smartphones
  • die LolCat Bibel (ein Must-Have!!!)
  • UMTS WiFi Hotspot
  • u.v.m.

Am Besten ihr schaut noch einmal genauer auf seiner Seite nach und hinterlasst einen Kommentar, twittert oder schreibt selber einen Blogeintrag und schon nehmt ihr am Gewinnspiel teil. Außerdem findet ihr auch Videos zu den Gewinnen auf seiner Seite.

A typical night in the internetz

via powtac

Versucht ihr auch manchmal einen Gedankengang zurückzuverfolgen um zum Ausgangspunkt zurückzukehren? Gestern fand ich mich auf einmal auf einer Seite, die mich mit einem Eingabeformular begrüßte: USER-ID und PASSWORD stand dort in fetten Buchstaben. Wie ich dahinkam? Das kommt zum Ende der Geschichte.

Das ist die original Eingabemaske - ihr wisst jetzt, was ich mit Web 1.0 meine, oder?

Jeder halbwegs normale Mensch wird wohl aus reiner Neugier mal was eingeben (nicht? Okay, dann halt jeder Geek) und sehen was passiert. Statt einer Fehlermeldung, dass das Passwort falsch sei, bekam ich eine weiße Seite mit HTML Quelltext angezeigt. Okay, jetzt war meine Neugier geweckt. Ich schaute mir den Quelltext des Loginformulars erstmal an. Es fanden sich CSS Angaben, die mehr an Prä-CSS oder Web 1.0 Zeiten erinnerten: Attributsnamen komplett in Großbuchstaben, Nutzung des bgcolor-Attributs im body-Tag und intensiver Gebrauch von Tabellen zur Gestaltung. Aber kein Hinweis, dass das Passwort vielleicht per Javascript geprüft wurde, wie es die Aufmachung der Seite vielleicht erwarten lies (in den späten 90er Jahren war es durchaus möglich, dass das Passwort direkt im Quelltext stand – unverschlüsselt). Hier war also nix zu holen. Also weiter zur Ausgabe, die erschien, wenn ich beliebige Nutzerdaten eingab. Auch hier fand ich nix verwertbares.

Glücklicherweise hatte die Seite ein title-Tag und so konnte ich nach kurzer Beratung mit Google feststellen, dass es sich um ein Loginformular für das Webinterface einer Videoüberwachungsanlage handelte. Jetzt war ich schon etwas gespannter, denn die Tatsache, dass es sich bei der Adresse lediglich um eine IP handelte, lies die Vermutung zu, dass es sich um etwas privates handelte. Also weiter überlegt: Aus Erfahrung wusste ich, dass es oftmals Default-Passwörter gibt und nach etwas weiterer Beratung mit Freund Google fand ich die Default-User-ID und das dazugehörige Passwort auf der Herstellerseite – im passenden Manual.

Wunderbar dachte ich mir und freute mich wie ein kleiner Junge – wer schaut nicht anderen Leuten gerne heimlich zu? Doch so einfach sollte es mir nicht gemacht werden: Ich gab die Daten ein und drückte Enter und – landete wieder auf der weißen Seite mit dem Quelltext. Ich wollte schon aufgeben und das ganze als Internetleiche abstempeln, als mir eine kleine Änderung im Quelltext auffiel: Der Code lies darauf schließen, dass die Seite einen Frame anzeigte, der eine .asp Seite im src-Tag enthielt. .asp = Active Server Pages = serverseitige Skriptsprache von Microsoft. Hier machte es Klick: Es ist dynamisch, kommt von Microsoft und soll Video anzeigen – ich brauche den Internet Explorer und dubiose ActiveX Steuerelemente.

Ein Versuch war es wert: Also Parallels gestartet, XP gebootet und den IE gestartet. Seite aufgerufen. Daten eingegeben und: BAZINGA. Er fragt  mich, ob ich ein ActiveX Steuerelement installieren möchte. Gespannt wie ein Flitzebogen wartete ich und fragte mich, was ich gleich sehen würde: Werde ich Zeuge eines Attentats und muss flüchten und mich von Jessica Alba retten  lassen oder kann ich Menschen beim Sex beobachten?

Doch nix da. Die vier Kamerabilder die vor mir auftauchten zeigten ein dunkles Zimmer, eine Garage, eine Haustür und den Garten. Toll. Tschüss. Gute Nacht.

Doch halt: Google bietet doch das intitle Suchargument mit dem man Webseiten nach Titel durchsuchen kann. Also fix den entsprechenden Titel eingefügt und gesucht. Und Zack: 10 weitere Suchergebnisse. Ich fand noch eine Büroetage mit 16 Kameras, einen Privathaushalt mit 16 Kameras (seriously, wer brauch sowas?) und eine Baustelle mit 4 Kameras und anderen uninteressanten Krams. Und was lernen wir daraus? Entweder du änderst die Standardpasswört oder die verhinderst, dass man von außerhalb auf dein System zugreifen kann.

Okay, und wie kam ich jetzt dorthin? Ein ziemlich verrückter Gedankengang. Ich habe in irgendeinem Blog etwas über ein neues Start-Up gelesen, allerdings dessen Namen vergessen, lediglich die TLD .ca blieb mir im Gedächtnis. Und da ich Domainspielchen immer nett finde, hab ich mal ausprobiert, was noch so geht (z.B. http://obama.ca/n oder http://yeswe.ca/n http://oh.ca/ptain etc.) – ihr wisst schon. Und bei einer dieser vielen Spielchen tauchte das besagt Loginformular auf und so nahm es seinen Lauf.

Und ja, ich habe dem Hersteller eine Email geschickt und ihn darauf hingewiesen, dass es unklug ist, Standardpasswörter einzurichten, die auf jedem Gerät identisch sind.

How Dropbox saved my ass today

Heute musste ich meinen Vortrag beim Bachelor-Seminar halten. Dazu benötigte ich eine Overheadfolie (ja, ich weiß. Overheadprojektor is sowas von Vorkriegszeit, aber für eine Folie brauch ich keinen Beamer) und mehrere Kopien meiner Handouts. Also alles schön mit LaTeX geschrieben und auf USB-Sticks gepackt. Richtig. Sticks. Plural.

Ich weiß, dass meine mobilen Speichermedien öfters mal rumspinnen. Habe alle vorher extra noch mit FAT formatiert, die Daten draufgepackt und eingepackt. Aus irgendeiner Ahnung heraus noch das ganze in die Dropbox gepackt und ab zur Druckerei. USB-Stick numero 1 an den USB Port. Stick erkannt. Laufwerk öffnen. “Möchten Sie den Datenträger formatieren?” Keine Daten da. Schrecksekunde. Es ist 14.20 und in 40 Minuten ist der Vortrag. Also schnell Stick numero 2 an den Port. Gleiches Vorgehen. “Möchten Sie den Datenträger formatieren?”.

Okay, langsam steigt Panik auf. Also schnell ins Netz, Dropbox Homepage und die Datei öffnen. Drucken. Fertig.

Dropbox ist also eine absolute Empfehlung, ich weiß schon, wo eine Kopie meiner Bachelorarbeit liegen würd, zusätzlich zum SVN Server ;) Das einzige was ich als ungünstig sehe, ist die Tatsache, dass man vielleicht nicht überall Internetzugang hat um auf seine Daten zzuuzugreifen, aber ich glaube die meisten besseren Druckereien sollten so etwas bieten.

Vortrag war btw übrigens ganz okay, Note gibts irgendwann später ;)

PS: Wer mir was Gutes tun will, und noch keinen Dropbox Account hat und jetzt einen will, der macht das hierüber und spendiert mir so noch 2GB 250MB zusätzlichen Speicher ;)

Diaspora – STFU Facebook

Der Begriff Diaspora (griechisch διασπορά diaspora = Verstreutheit) bezeichnet seit dem späten 19. Jahrhundert hauptsächlich religiöse oder ethnische Gruppen, die ihre traditionelle Heimat verlassen haben und unter Andersdenkenden lebend über weite Teile der Welt verstreut sind. Er kann aber auch einfach eine Minderheitssituation vor allem einer Religionsgruppe bezeichnen.

Ich bin eben auf Diaspora gestoßen und es ist in meinen Augen wohl die coolste und beste Idee seit langem, die aus den Tiefen des Web 2.0 zu uns gekommen ist. Erfahren habe ich davon hier.

Worum geht es?

diaspora /dī-ˈas-p(ə-)rə, dē-/
origin: Greek, διασπορά – “a scattering [of seeds]”
1. the privacy aware, personally controlled, do-it-all distributed open source social network

Das ist die Definition, die uns die Macher hinter dem Netzwerk geben. Ein P2P open-source soziales Netzwerk. Die Vision: Jeder Nutzer hat die völlige Kontrolle über seine eigenen Daten. Euer Computer mit euren Daten verbindet sich direkt und verschlüsselt mit anderen, die einzelnen Rechner werden Seed gennant. Diese Seeds können auch auf externen Servern gelagert werden. Dazu ist der Seed in erster Linie ein Dienst, der verschiedene Social Networks, wo ihr angemeldet seid, durchforstet (z.B. Tweets abholt, Facebook Newsstream) und speichert (“a personal web server that stores all of your information and shares it with your friends.“). Erst im nächsten Schritt geht es darum, dass ihr euren Seed mit anderen verbinden könnt und zwar direkt, ohne über irgendwelche Server zu laufen. Eure Daten bleiben bei euch.

Wenn das Projekt wirklich in die Gänge kommt und funktioniert, wäre das die Revolution in den Social Networks. Bis dahin ist es aber noch ein weiter weg, auch wenn wohl schon ein kleiner Prototyp steht und bereits fast 20.000$ über Kickstarter gesammelt wurden. Der erste Start ist für September diesen Jahres angepeilt und ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird. Bei Twitter kann man den 4 Jungs, die dahinterstecken auch folgen.

Groupon Fieber in Deutschland

Groupon, was ist das überhaupt? Das ganze kommt aus den USA (wo auch sonst) und setzt sich zusammen aus “Group” und “Coupon”, also sowas wie “Gruppenrabatt”. Ist wohl das erste Web 2.0 Geschäftsmodell in diesem Jahr. Das ganze läuft meistens ortsgebunden ab, ab und zu auch mal deutschlandweit. Der Anbieter sucht sich lokale Partner und handelt mit denen ein Angebot aus. Z.B. ein Mittagsmenü zum halben Preis, Saunabesuch für zwei, wo nur einer zahlt etc. Anschließend wird dieses Angebot ins Netz gestellt. Der Clou an der Sache ist, dass der Deal erst zustande kommt, wenn genügend Leute den Deal kaufen wollen. So ist also sichergestellt, dass sich das sowohl für den Anbieter wie auch den lokalen Partner lohnt. In Deutschland gibt es im Moment zwei große Anbieter: CityDeal und DailyDeal. Beide fingen anfang des Jahres an, zuerst in den Großstädten wie Berlin oder Hamburg, mittlerweile kommen aber auch immer mehr neue Städte hinzu, in denen man Angebote finden kann.

Dass die beiden Konkurrenten sind, freut den Nutzer zuweilen, wenn es 5 Euro Starbucks Gutscheine für 2 Euro gibt. Oder 6 Euro Mecces Gutscheine für 3 Euro. Oder 50 Euro Zalando Gutschein für 15 Euro. Bleibt abzuwarten, wer sich letztendlich durchsetzen kann, oder ob beide durchhalten. Ich persönlich habe schon beide genutzt und kann mich nicht beklagen. Das Versenden der Gutscheine dauert generell ein paar Tage, denn erst muss die Aktion beendet sein und dann ein bisschen Verwaltungskrams, aber die Gutscheine kamen bisher an. Oftmals gibt es aber auch einfach Gutscheincodes per Mail, die sofort kommen, wenn die Aktion beendet ist.

Ein kleiner Nachteil, der sich sicher in Zukunft auflösen wird, ist die geringe Anzahl der Städte, in denen es Angebote gibt. Ich vermute aber, dass beide Anbieter fleißig am Suchen nach passenden Partnern und attraktiven Angeboten sind, so dass wir in Zukunft auch für die vielen kleineren Städte Deals finden werden. Alles in allem finde ich es eine super Sache, auch wenn es letztendlich wieder mal eine Geschäftsidee ist, die aus den USA abgekupfert wurde. Gerade die deutschlandweiten Angebote sind oftmals echte Hammer, ich frage mich da schon, wie lange das gegenseitige Pushen zwischen den Beiden gutgehen wird, denn das da Gewinn abfällt, kann ich mir kaum vorstellen, wenn iTunes Karten im Wert von 10 Euro für 6,90 Euro verkauft werden. Aber sowas nennt man in diesem Business wohl aggressive Kundenakquise. Und letztendlich belebt Konkurrenz ja auch das Geschäft. Laut deutsche-startups.de hat CityDeal momentan die Nase vorne.

Wer jetzt neugierig geworden ist und ein interessanten Angebot gefunden hat, könnte sich ja über meinen Link dort registrieren, dann kriege ich auch einen kleinen Obolus für meine nächste Bestellung gut geschrieben, so ganz uneigennützig ist dieser Beitrag dann doch nicht ;) Bei CityDeal nutzt doch einfach diesen Link und bei DailyDeal den hier.

Router Hacking

Die letzten beiden Tage habe ich mich damit beschäftigt, einen Sinus W500V Router mit alternativer Firmware auszustatten. Konkret geht es um das Freetz Projekt, welches auf dem Speedport2Fritz (Anleitung) Projekt aufbaut. Letzteres erlaubt es AVM Fritzbox Firmware auf bestimmte Speedport und Sinus Router zu packen, während das Freetz Projekt die AVM Firmware verändert bzw. um sogenannte Packeges erweitert. So ist es dann z.B. möglich einen Webserver oder FTP Server laufen zu lassen.

Bei mir laufen der lighttpd (HTTP Server), bftpd (FTP Server), knockd (Knock Daemon) und dropbear (SSH Daemon). Für Ruby und PHP hat der begrenzte Speicher des Sinus W500V leider nicht gereicht. Aber bis dahin war es ein langer Weg. Vorneweg: Vergesst es gleich, den Krams mit dem Mac machen zu wollen. Ich habe da mehrere Stunden dran gesessen und nacheinander Fehlermeldungen abgearbeitet, aber hatte irgendwann keine Lust mehr. Zum Glück gibts in der oben verlinkten Anleitung ein fertiges Ubuntu Image, welches man in einer VirtualBox oder im VMWare Player laufen lassen kann und wo bereits alles vorbereitet ist. Im Prinzip läuft das ganze so ab, dass man zuerst ein speed2fritz Image erstellt, also Fritzbox Firmware für den Router. Danach mit start-freetz ein Image, dass die entsprechenden Packages enthält (das Erstellen kann schonmal längere Zeit dauern, da alles erst aus dem Netz geladen werden wird und ggf. auch noch kompiliert werden muss) und danach nochmal mit speed2fritz aus den vorher erstellten Images ein Finales erstellt. Das einfach über das Web Interface als neue Firmware installieren, die Warnmeldungen ignorieren, ein bisschen warten und den Router neu starten. Und schon hat man ein neues Spielzeug. Nach dem Neustart gibts im Fritzbox Webinterface nen neuen Menüpunkt, der das Freetz Webinterface aufruft, von dem man alles wichtige Verwalten kann. Dienste starten und beenden oder Einstellungen verändern. Ich hab das ganze nicht auf unserer Fritzbox gemacht, die wir für den Internetzugang nutzen, das war mir dann doch zu riskant, wollte dann doch erstma einfach nur rumspielen. Da jetzt auf dem Sinus Teil ne Fritzbox läuft, lässt sich dieser vielleicht sogar mit unserer original Fritzbox verbinden (als Repeater oder so, mal sehn) und dann damit auch Internetzugang bekommen. Ein always-on Jabber Client wär schon cool – mcabber gibts ja als Package…

Problematisch bzw. aufwendig ist es leider nur, dass man immer wieder das Image komplett erstellen und installieren muss, wenn man ein neues Package hinzufügen möchte. Aber naja, was solls. Vielleicht werde ich dann die nä. Version noch mit PHP oder Ruby als Package erstellen, um dann z.B. dynamische Statusseiten zu erstellen, die von außerhalb erreichbar sind. Geschützt durch den Port Knocking Daemon. Port Knocking funktioniert grob gesagt wie folgt: Der Client “klopft” nacheinander eine bestimmte Sequenz von Ports auf dem Zielrechner an. Der Daemon erkennt die Sequenz und führt eine vorher definierte Aktion durch. Bei mir ist es das (de)aktivieren von SSH. Ebenso ließe sich der lighttpd starten und beenden. Liefert einen gewissen Schutz, da durch Port Scannings keine offenen Ports entdeckt werden, solang die richtige Sequenz nicht gesendet wurde.

Inwiefern die Telefonfunktion noch geht, kann ich leider keine Auskunft geben, das Sinus W500V hat zwar ne Telefonfunktion, die wir aber nicht nutzen. Aber ich vermute, dass es auf jeden Fall mit der Fritzbox Firmware läuft, ob die Freetz Firmware daran etwas ändert, weiß ich nicht, müsste man vielleicht ausprobieren.

Für jeden der Spaß am rumhacken hat und vielleicht noch nen Sinus oder Speedport Router nutzlos rumstehen hat, kann so vielleicht noch mal ein bisschen Späße treiben. Hab irgendwo was von LED Lauflicht mit den Statuslämpchen gesehn, das werd ich nochmal ausprobieren, sieht bestimmt lustig aus :D