Google zensiert Suchanfragen?

Jeder weiß, dass Google Webseiten auf Antrag aus seinem Index entfernt, so dass diese nicht mehr in den Suchergebnissen auftauchen (Bericht aus 2002 aus der Telepolis).

Auf Techcrunch und Torrentfreak habe ich eben eine Nachricht gelesen, wonach Google Suchanfragen zensiert und zu bestimmten Worten keine Auto-Vervollständigung anbietet und auch keine Instant-Suche. So kriegt man keine Vervollständigung für “Bittorrent” oder schon “Bittorr”. Auch “Ubuntu bitto” liefert nichts. Erst mit der Enter-Taste wird die Suche gestartet und bringt auch die normalen Suchergebnisse.

Während Rapidshare nicht auffindbar ist, wird Hotfile ohne Probleme gefunden.

Es scheint also, dass dies ein neuer Ansatz sein soll um Piraterie im Internet zu unterbinden. Techcrunch und Torrentfreak sehen beide die Unterhaltungsindustrie, also auch MPAA und RIAA, dahinter. Anders lässt sich das eigentlich nicht erklären, denn, wie Devin Coldewey auf Techcrunch schreibt:

I have no doubt that this list was put together by the media companies, because Google would have done a far better job of doing it. The team responsible for executing this probably lost more time to derisive laughter than long lunches.

Sehr wahre Worte. Warum sollte man den Namen Bittorrent blocken? Das hat nichts mit illegalem Filesharing zu tun. Lustigerweise kann man weiterhin nach “The Pirate Bay” suchen, was das ganze irgendwie noch ungläubiger erscheinen lässt. Auch Rapidshare äußert sich auf Torrentfreak dazu:

“RapidShare is one of the most popular websites worldwide. Every day hundreds of thousands of users rely on our services to pursue their perfectly legitimate interests. That is why Google has obviously gone too far with censoring the results of its suggest algorithm. A search engine’s results should reflect the users’ interests and not Google’s or anybody else’s,” the company added.

Insbesondere die letzte Aussage finde ich wichtig. Abgesehen von der Datensammelwut des Konzerns, hatte ich bisher immer den Eindruck, dass Wert auf zuverlässige und korrekte Suchergebnisse gelegt wurde.

Hat Google jetzt die Büchse der Pandora geöffnet? Klar ist: Es werden jetzt sicherlich mehr Firmen kommen und danach fragen, bestimmte Ausdrücke zu filtern. Natürlich: Suchen geht weiterhin, aber nicht jeder Internetuser weiß, dass er dafür auf den “Suchen”-Button klicken muss. Er wird sich denken: “Wenn mir sonst immer was vorgeschlagen wird, für diesen Begriff aber schon nach 4 Buchstaben nichts mehr, dann brauche ich nicht weitersuchen.”

A typical night in the internetz

via powtac

Versucht ihr auch manchmal einen Gedankengang zurückzuverfolgen um zum Ausgangspunkt zurückzukehren? Gestern fand ich mich auf einmal auf einer Seite, die mich mit einem Eingabeformular begrüßte: USER-ID und PASSWORD stand dort in fetten Buchstaben. Wie ich dahinkam? Das kommt zum Ende der Geschichte.

Das ist die original Eingabemaske - ihr wisst jetzt, was ich mit Web 1.0 meine, oder?

Jeder halbwegs normale Mensch wird wohl aus reiner Neugier mal was eingeben (nicht? Okay, dann halt jeder Geek) und sehen was passiert. Statt einer Fehlermeldung, dass das Passwort falsch sei, bekam ich eine weiße Seite mit HTML Quelltext angezeigt. Okay, jetzt war meine Neugier geweckt. Ich schaute mir den Quelltext des Loginformulars erstmal an. Es fanden sich CSS Angaben, die mehr an Prä-CSS oder Web 1.0 Zeiten erinnerten: Attributsnamen komplett in Großbuchstaben, Nutzung des bgcolor-Attributs im body-Tag und intensiver Gebrauch von Tabellen zur Gestaltung. Aber kein Hinweis, dass das Passwort vielleicht per Javascript geprüft wurde, wie es die Aufmachung der Seite vielleicht erwarten lies (in den späten 90er Jahren war es durchaus möglich, dass das Passwort direkt im Quelltext stand – unverschlüsselt). Hier war also nix zu holen. Also weiter zur Ausgabe, die erschien, wenn ich beliebige Nutzerdaten eingab. Auch hier fand ich nix verwertbares.

Glücklicherweise hatte die Seite ein title-Tag und so konnte ich nach kurzer Beratung mit Google feststellen, dass es sich um ein Loginformular für das Webinterface einer Videoüberwachungsanlage handelte. Jetzt war ich schon etwas gespannter, denn die Tatsache, dass es sich bei der Adresse lediglich um eine IP handelte, lies die Vermutung zu, dass es sich um etwas privates handelte. Also weiter überlegt: Aus Erfahrung wusste ich, dass es oftmals Default-Passwörter gibt und nach etwas weiterer Beratung mit Freund Google fand ich die Default-User-ID und das dazugehörige Passwort auf der Herstellerseite – im passenden Manual.

Wunderbar dachte ich mir und freute mich wie ein kleiner Junge – wer schaut nicht anderen Leuten gerne heimlich zu? Doch so einfach sollte es mir nicht gemacht werden: Ich gab die Daten ein und drückte Enter und – landete wieder auf der weißen Seite mit dem Quelltext. Ich wollte schon aufgeben und das ganze als Internetleiche abstempeln, als mir eine kleine Änderung im Quelltext auffiel: Der Code lies darauf schließen, dass die Seite einen Frame anzeigte, der eine .asp Seite im src-Tag enthielt. .asp = Active Server Pages = serverseitige Skriptsprache von Microsoft. Hier machte es Klick: Es ist dynamisch, kommt von Microsoft und soll Video anzeigen – ich brauche den Internet Explorer und dubiose ActiveX Steuerelemente.

Ein Versuch war es wert: Also Parallels gestartet, XP gebootet und den IE gestartet. Seite aufgerufen. Daten eingegeben und: BAZINGA. Er fragt  mich, ob ich ein ActiveX Steuerelement installieren möchte. Gespannt wie ein Flitzebogen wartete ich und fragte mich, was ich gleich sehen würde: Werde ich Zeuge eines Attentats und muss flüchten und mich von Jessica Alba retten  lassen oder kann ich Menschen beim Sex beobachten?

Doch nix da. Die vier Kamerabilder die vor mir auftauchten zeigten ein dunkles Zimmer, eine Garage, eine Haustür und den Garten. Toll. Tschüss. Gute Nacht.

Doch halt: Google bietet doch das intitle Suchargument mit dem man Webseiten nach Titel durchsuchen kann. Also fix den entsprechenden Titel eingefügt und gesucht. Und Zack: 10 weitere Suchergebnisse. Ich fand noch eine Büroetage mit 16 Kameras, einen Privathaushalt mit 16 Kameras (seriously, wer brauch sowas?) und eine Baustelle mit 4 Kameras und anderen uninteressanten Krams. Und was lernen wir daraus? Entweder du änderst die Standardpasswört oder die verhinderst, dass man von außerhalb auf dein System zugreifen kann.

Okay, und wie kam ich jetzt dorthin? Ein ziemlich verrückter Gedankengang. Ich habe in irgendeinem Blog etwas über ein neues Start-Up gelesen, allerdings dessen Namen vergessen, lediglich die TLD .ca blieb mir im Gedächtnis. Und da ich Domainspielchen immer nett finde, hab ich mal ausprobiert, was noch so geht (z.B. http://obama.ca/n oder http://yeswe.ca/n http://oh.ca/ptain etc.) – ihr wisst schon. Und bei einer dieser vielen Spielchen tauchte das besagt Loginformular auf und so nahm es seinen Lauf.

Und ja, ich habe dem Hersteller eine Email geschickt und ihn darauf hingewiesen, dass es unklug ist, Standardpasswörter einzurichten, die auf jedem Gerät identisch sind.

Deutsche Bahn Fail.

Nehmt euch niemals eine Zugverbindung, bei der ihr irgendwann den letzten Zug einer Strecke nehmen müsst. Ich verspreche euch, früher oder später wird einer eurer Züge Verspätung haben, so dass ihr genau diesen letzten Zug nicht erreichen werdet.

Immerhin war die Bahn so nett und organisierte Taxen mit denen wir nach Braunschweig gebracht wurden. Aber trotzdem, ich weiß nicht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass alle ICEs irgendeinen Schaden haben. Ich bin nur ganz selten mit welchen gefahren, die nicht aufgrund von eigenen oder Problemen von Anschlusszügen Verspätung bekamen.

Ich fuhr ganz pünktlich in Ulm los. Und in Mannheim hatten wir plötzlich 8 Minuten Verspätung. Keine Durchsage vom Personal wieso. Nichts. Deswegen musste mein Anschlusszug warten. Folglich hatte dieser 8 Minuten Verspätung. Diese 8 Minuten waren meine Umsteigszeit in Hannover. Gut. Die RB würde schon zwei Minuten dort warten. Aber nein. Meine Verspätung wurde größer. 10 Minuten. 15 Minuten. 25 Minuten. 20 Minuten. Dann kurz vor Hannover die Durchsage: RB nach Braunschweig konnte leider nicht warten. Also Infopoint ansteuern. Auf Taxi warten. Nach BS zum Bahnhof. Kein Bus, keine Tram fährt mehr. Also nochmal Taxi. Allerdings vorerst auf eigene Kosten, morgen hol ich mir das Geld aber wieder.

Ach und nochwas: Ich dachte auf der Strecke Frankfurt M. – Hannover – Hamburg gibts WLAN. Hotspot gab es ja. Aber anmelden konnte man sicht nicht. Danke deutsche Bahn.

Fußgängernassmachpenner!

pfuetze

© Michael Oswald / PIXELIO

Wir haben oben bei uns an der Straße eine Ampel. Und manchmal regnet es. Und dann entsteht dort eine Pfütze. Nunja, dass ist noch so eine schöne “Drück-den-Knopf”-Ampel, die nicht von alleine umschaltet. Die eben genannte Vertiefung im Boden, gefüllt mit Wasser, befindet sich in unmittelbarer Nähe zu diesem Knopf, den man drücken muss. Aufgrund empirischer Forschungen habe ich herausgefunden, dass es nicht Zufall ist, dass Autos durch die Pfütze fahren, wenn ich dort stehe und drücke. Nein, scheinbar haben die Autofahrer Spaß daran mich mit Dreckwasser zu bespritzen. Aber kann ich verstehen, ich würde auch durch die Pfütze fahren, macht ja auch schließlich Spaß die ollen Fußgänger, die eh schon im Regen stehen, nochmal richtig dreckig zu machen. Penner. (Photo via pixelio.de)

T-Mobile, 1. Generation Complete Vertrag und Tethering

Bisher habe ich mich ja gefreut noch einen Complete Vertrag der ersten Generation abgeschlossen zu haben, war es mir doch im Vertrag nicht verboten, mein iPhone als Modem zu benutzen und so mit dem Macbook mobil ins Netz zu gehen, auch Tethering genannt. Ab September bietet T-Mobile dann auch für andere iPhone Vertragskunden die Tethering-Option für 20 Euro im Monat an. ich habe mich sehr gefreut als T-Mobile verlauten lies, dass Tethering für Kunden mit einem Complete Vertrag der ersten Generation kostenlos genutzt werden darf (hab ich hier, im fscklog, gelesen).
Doch heute wurde zurückgerudert, wieder im fscklog zu lesen. Dort wurde bei T-Mobile nachgefragt und es wurde mitgeteilt: “[...]Die Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland “hat sich entschieden, die Option Modem Nutzung ausschließlich für Kunden der aktuell vermarkteten Complete-Tarife anzubieten”[...]

Hallo??? Geht’s noch? Ich könnte gerade ausrasten! Was soll der scheiß? Soll ich damit gezwungen werden auf einen neuen Tarif umzusteigen? Es ist zu aufwendig zwischen Kunden mit Verträgen der 1. und 2. Generation zu unterscheiden? Naja, glaub ich sogar… Euer “Mein T-Mobile”-Backend gibt ja auch alle Nase lang einen Fehler aus. Ich bin, seit ich ein Handy habe, Kunde bei T-Mobile, erst Xtra, dann Vertrag. Aber bei so einer Aktion bin ich echt am Nachdenken, den Vertrag zu kündigen und den Anbieter zu wechseln. ich weiß nicht, dass ist das kundenUNfreundlichste, was ich in letzter Zeit erlebt habe. Ich muss also in einen neuen Vertrag wechseln um Tethering benutzen zu können und darf dann noch mehr bezahlen. Muss aber mein altes iPhone behalten, da ich noch 14 Monate Vertragslaufzeit habe. Der neue Vertrag läuft dann wieder 24 Monate, d.h. ich darf auch nicht auf das neue iPhone im nä. Jahr wechseln, weil ich dann noch zuviel Restmonate im Vertrag habe. Und noch was. Ich will nicht in den neuen Vertrag wechseln. Ich bin mit meinen 100 Minuten in alle Netze vollkommen zufrieden und mit meinen 40 SMS auch. Ich hoffe T-Mobile verliert sein Exklusivrecht, das iPhone verkaufen zu können und es gibt mal ein bisschen mehr Wettbewerb.

Das kann ich jetzt schon als FAIL der Woche betiteln. Ich glaube nicht, dass das noch jemand/ irgendwas toppen kann.