[Mac] TotalFinder – Tabs für den Finder

Wieder mal bin ich bei aptgetupdate.de auf eine geniale Mac Software gestoßen: Mit TotalFinder von BinaryAge kann man den Finder erweitern. Wichtigste Veränderung: Das Ding bekommt endlich Tabs! Das ganze funktioniert über ein SIMBL Plugin und läuft nur unter Snow Leopard, da dort der Finder komplett in Cocoa geschrieben wurde und so die Vorraussetzungen für Hacks gegeben sind. Für weitere Infos, empfehle ich den Blog des Programmierers. Nach der Installation muss der Finder neugestartet werden, und dann stehen euch die Neuerungen schon zur Verfügung: Wie oben gesehen die Tabs; aber das Plugin bietet auch ein paar weitere Optionen: Es lässt sich ein Shortcut definieren, der den Finder einblendet, man kann endlich diese .DS_Store Dateien löschen lassen, versteckte Dateien einblenden, die Unix Verzeichnispfade im Tab anzeigen lassen und die von Windows bekannte Sortierung “erst Ordner, dann Dateien” aktivieren.

Das ganze ist im Moment, während der Alphaphase, noch kostenlos, soll aber später Geld kosten, was ich nicht schlimm finde, solange es nicht zu teuer wird. Und was ich vergass: Das ganze verändert das Finder Symbol noch ein wenig, eine Sonnenbrille wird dem Finder aufgesetzt. Alles in allem eine echt super Erweiterung, die endlich Tabs bringt. Aber wie bei aptgetupdate.de im Blog schon geschrieben, wird es wohl auch hier nur wieder eine Frage der Zeit sein, bis Apple sich dieser Idee annimmt und wir das als festen Bestandteil des OS ausgeliefert bekommen. Solang wird TotalFinder aber seinen Dienst bei mir verrichten. Insbesondere auf die zukünftigen Features, die angedacht sind, bin ich gespannt: “Add a dual panel mode (like in good old Norton Commander)”, “Enable a cooperation mode with Terminal.app (for command-line lovers)” und “And what about better git/svn/mercurial integration?”. Ich freu mich.

Eine kleine Podcastempfehlung “XCode von NULL auf Hundert”

Für alle die gern programmieren (ich) und einen Mac haben (ich), aber keinen Plan von XCode (ich), Objective-C (ich) und Cocoa (ich), gibt es einen echt tollen Podcast, den ich vor kurzem entdeckt habe: Er nennt sicht “XCode von NULL auf Hundert“. Und es geht wirklich bei Null los: Ingo + Peter, die beiden Personen hinter dem Podcast, zeigen uns, wie wir XCode installieren, ein paar grundlegende Einstellungen und dann das erste “Hello World”. Dabei kommt die Theorie dahinter nicht zu kurz. In kurzen Theorieinheiten wird auf die grundlegenden Konzepte wie z.B. Zeiger oder MVC eingegangen. Aber die Praxis steht eindeutig im Vordergrund. Im Moment gibt es die Folge 9, in der wir anfangen einen eigenen Taschenrechner zu programmieren. Nix großartiges, aber um die Basics zu verstehen ein super Einstieg. Ich finde diesen Podcast echt wunderbar, auch wenn es jede Woche nur eine Folge gibt ;) Zudem gibt es auf der Homepage des Podcasts immer mal wieder Beiträge, die noch etwas tiefer in die Materie eingehen. Diese sollte man unbedingt lesen, wenn man vorhat mehr für den Mac zu programmieren und kein Grundwissen in irgendeiner Programmiersprache. Für mich als “Kenner” einiger anderer Programmiersprachen ist der Podcast genau das richtige, manchmal ein wenig zu langsam, aber das liegt daran, dass die Jungs wirklich alles sehr gut erklären. Deshalb denke ich, dass auch absolute Einsteiger keine allzu großen Probleme haben, sich zurechtzufinden – den entsprechenden Eifer vorausgesetzt ;) Ich kann den Podcast uneingeschränkt empfehlen, wenn ihr, so wie ich, mal schauen wollt, wie man Anwendungen für den Mac programmiert und danach vielleicht tiefer in die Materie eindringen wollt. Wer schon mit XCode gearbeitet hat und Objective-C wie seine Muttersprache beherrscht, der wird hier vermutlich nix neues erfahren, aber wie der Titel des Podcasts auch erahnen lässt, zielt dieser auch gar nicht auf diese Gruppe ab. Schauts euch mal an und vielleicht findet ihr gefallen daran – wenn ja, dann lasst den Jungs doch nen kleinen Kommentar auf ihrer Seite da.

Und jetzt zum Ende des Eintrags fällt mir glatt auf, dass ich immer Podcast geschrieben habe. DAS IST FALSCH: es handelt sich um einen Videocast, also Vodcast. Aber ich habe keine Lust, jetzt überall das Wort zu ersetzen, von daher bleibt es einfach mal so im Raum stehen.