Die kleinen Dinge

Es sind die kleinen Dinge, die ein Programm sympathischer machen. So auch in Google Browser Chrome, wo der Haken vor “Warnung vor Schließen der Anwendung anzeigen” eine nette Auswirkung hat, die das alltägliche Browsen angenehmer macht.

Wenn ihr nämlich dann aus Versehen CMD + Q drückt, beendet sich der Browser nicht einfach, sondern er zeigt folgendes an:

Nur wenn ihr die Tastenkombination etwas länger gedrückt haltet, beendet sich der Browser. Elegant gelöst. Danke, Google.

Den Tip hab ich auf Macnotes gelesen.

Macheist is back!

Einige von euch kennen sicherlich Macheist, die mehr oder weniger regelmäßige Schatzsuche im Internet mit der Aussicht auf kostenlose Programme. Die Jungs und Mädels geben sich ordentlich Mühe um knackige Rätsel zu schaffen, die nicht so leicht zu lösen sind. Oft gehen sie Kooperationen mit anderen Seiten ein, so dass man auf deren Homepage suchen muss. Es ist auf jeden Fall immer eine Herausforderung, doch zum Glück gibt es auch das Macheist-eigene Forum, zum Diskutieren und Austauschen, so dass niemand alleine suchen muss.

Zuletzt gab es im Frühjahr 2010 eine Schnitzeljagd, bei der man einen Code fand, der ein geheimes Menu in Twitter for Mac freischalten konnte. Außerdem gab es die Aussicht auf ein Pre-Release von Tweetie 2, was ja nun sehr wahrscheinlich nicht mehr passieren wird.

In der letzten Nacht gab es einen neuen Tweet von @macheist und eine neue Startseite auf deren Homepage. Ist es also sehr wahrscheinlich, dass es in den nächsten zwei bis drei Wochen losgeht. Zuerst muss jedoch ordentlich Buzz in der Mac-Welt erzeugt werden, damit genügend Leute mitmachen.

Ich empfehle euch mal, die Startseite auf einem iOS-Device anzuschauen (iPad, iPhone oder iPod touch) und ein paar Gesten auszuprobieren, vielleicht findet ihr ja was interessantes…

Ersten Gerüchten zufolge (die aber angeblich auf Anfrage von Macheist wieder entfernt werden sollten), soll es eine iOS App geben, ich bin gespannt.

Meine Gedanken zum Mac App Store

Bild vom Mac App Store

via apple.com

Gestern Abend war es mal wieder soweit, Steve Jobs betrat die Bühne und stellte unter dem Motto “Back to the Mac” Neues für die Mac-User vor. Was genau alles, kann man gerne hier nachlesen oder die gesamte Keynote anschauen, ich möchte mich auf eine Neuigkeit konzentrieren: Es wird einen App Store für den Mac geben.

Wer genau während der Keynote zugehört hat, dem wird sicherlich aufgefallen sein, dass die Reaktion auf die Ankündigung eher verhalten ausgefallen ist. Auch mich hat das Ganze ein bisschen nachdenklich gestimmt. Doch zuerst die Fakten:

  • wie im Store vom iOS werden die Einnahmen 70/30 (Entwickler/Apple) aufgeteilt
  • Einmal kaufen, auf allen Geräten nutzen, die man hat
  • Updates, wie im iOS Store, lassen sich darüber laden
  • einfache Installation – kein Verschieben in das Programme-Verzeichnis
  • Review-Prozess
  • Apps können weiterhin auch außerhalb des Mac App Stores vertrieben werden

Die Spekulation, dass Apple einen App Store für den Mac bringt, hatten wir schon im Frühjahr, damals hieß es noch, dass nur Anwendungen aus dem Store laufen sollen, dem erteile Steve Jobs jedoch eine Absage. Damals waren wir alle entsetzt, da es hieß, dass dieser App Store der einzige Distributionskanal sei. Was wir gestern gesehen haben, zeigt uns, dass es vorerst auch weiterhin Anwendungen außerhalb vom App Store geben wird.

Und das ist auch gut so, denn ich denke kaum, dass Adobe einen 30% Anteil von den Einnahmen der CS-Suite an Apple abgeben möchte. Allerdings finde ich es auch nicht verwerflich, dass Apple einen Teil haben möchte, ob die 30% nun gerechtfertigt sind oder nicht, bleibt eine andere Frage. Immerhin hosten sie die Programme und gerade durch die Top-Listen erhalten bestimmte Apps eine Menge Aufmerksamkeit, die sie vielleicht sonst nicht erhalten hätten. Und Apple prüft für uns die Programme, ist das keinem Entwickler 30% wert? Wir kennen das aus dem App Store von iOS. Leider werden genau wie dort, auch auf dem Mac manche Anwendugen im Store verschwinden, weil sie keine große Zielgruppe haben und einfach zu speziell sind.

Ich finde den App Store sinnvoll für Einsteiger. Hier wird man die wichtigsten Anwendungen für einen vernünftigen Einstieg finden und kann diese ohne großes Brimborium installieren und aktualisieren. Für mich persönlich ist es nichts. Warum? Weil ich schon auf dem iPhone/iPad die wenigsten Apps aus dem Store kaufe. Den Großteil entdecke ich erst via Twitter und/oder Blogs, die darüber berichten. Lediglich die Top-25 Listen schaue ich mir ab und zu an, wenn ich meine Apps update. Genauso entdecke ich neue Anwendungen für den Mac größtenteils nur über Hinweise aus Tweets, interessanten Blogposts oder durch spezifisches Suchen via Google.

Neulinge werden sich hier wohlfühlen und vermutlich auch eher ein paar Programme kaufen, weil sie nicht großartig durch das Netz surfen und Programme via PayPal o.Ä. bezahlen brauchen. Außerdem wird man dort direkt Reviews und Kommentare anderer Käufer finden. Apple bietet für diese Nutzer damit ein einfaches System um sich schnell auf dem Mac einzurichten.

Der Review-Prozess stimmt mich nachdenklich. Wie werden die Regeln aussehen, was passiert, wenn z.B. eine Anwendung irgendwelche Hacks nutzt um ein Feature zu implementieren? Ich erinnere mich an 1Password, dass am Anfang auch eine undokumentierte Funktion nutzte um im Safari 5 zu funktionieren. Wäre so ein Programm in den App Store gekommen? Und vor allem: Wie schnell werden darüber kritische Updates veröffentlich? Auf iOS mag es nicht so schlimm sein, da könnte Apple im absoluten Notfall die App aus der Ferne löschen. Auf dem Mac wird dies nicht so einfach möglich sein.

Ein großer Vorteil ist sicher die Tatsache, dass man Anwendungen dann auf allen seinen Macs nutzen kann, hat man sie einmal gekauft. Die Frage ist natürlich, wie die Entwickler damit umgehen werden, die bisher Einzel- und Mehrbenutzerlizenzen angeboten haben. Allein deswegen wird Adobe vermutlich nicht die CS-Suite im Mac App Store bringen: Dann müssten Firmen ja nur noch 1/5 des Geldes ausgeben, denn 5 Geräte lassen sich ja mit einem Account aktivieren. Oder gibt es für so etwas genauere Regeln?

Natürlich sind das jetzt alles erst einmal Spekulationen, in 90 89 Tagen werden wir mehr wissen, denn dann wird der Mac App Store für Snow Leopard veröffentlicht werden. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich das ganze entwickeln wird, auch wenn das ganze nach den momentanen Ankündigungen eher nichts für mich sein wird.

Wie steht ihr dazu?

Die letzten 8 Wochen im Schnelldurchlauf…

Fast zwei Monate sind jetzt seit dem letzten Eintrag vergangen. Die letzten Wochen bis zu Semesterende waren nochmal sehr anstrengend und außerdem war ich noch eine Woche im Urlaub. Muss auch mal sein.

Was gibts alles neues? Mein iPhone 4 ist da. Knapp 2 Wochen hats gedauert, dann wurde es geliefert. Bestellt habe ich einen Tag bevor die Wartezeit auf 9 Wochen gesetzt wurde und anscheinend habe ich Glück gehabt. Als alter 3G User muss ich sagen: Holy Fuck, das Ding rockt. Das Display ist klasse und das Tempo. Leute, das Tempo. Keine 3 Minuten mehr warten beim Anschalten. Und mit iOS 4 war das 3G sowieso so gut wie unbenutzbar. Die nächste Zeit wird es wohl als teure Uhr auf meinem Nachttisch stehen, bevor im November der Netlock weggeht und ich es dann versuche bei Ebay zu verkaufen. Demnächst vielleicht ein bisschen mehr zum 4er Modell, wenn ich denn meine kostenlose Hülle bekommen habe ;-)

Unser Software-Entwickungs-Praktikum ist jetzt auch endlich beendet und wir haben einen völlig unerwarteten dritten Platz belegt :-) Knapp 10.000 Zeilen Code wurden geschrieben, 500 Commits getätigt und ca. 150 Seiten PDF Dokumentation entstanden, was ca. 3500 Zeilen Latex entspricht. Nur mal um so ein paar Zahlen zu nenne ;-) Angesetzt waren 8 Credits, entsprechen also 240h Aufwand. Das Projekt lief ca. 16 Wochen, also 15 Stunden die Woche, aufgeteilt auf 5 Tage macht das 3 Stunden pro Tag. Die Planung kommt bei uns irgendwie nicht ganz hin. Wir hatten größtenteils eine 6 oder 7 Tage Woche und dann waren im Schnitt ruhig 4h pro Tag angesagt. Macht also 28h die Woche, 448h insgesamt und somit knapp 15 Credits. Natürlich kann man jetzt sagen: “Selber Schuld, was macht ihr euch den Aufwand.”. Ja, hätten wir machen können, aber da packt einen doch der Ehrgeiz. Zu schade, dass auch diese acht mickrigen Credits nur eine Studienleistung waren und somit nicht in die Bachelornote eingehen werden. Aber naja, immerhin nehme ich eine ganze Menge Erfahrung mit.

Meinem iPad geht es wunderbar. Ich möchte es jetzt schon gar nicht mehr missen, morgens aufzuwachen, das iPad anzuschalten und im Bett ganz gemütlich meine RSS Feeds abzurufen, Twitter zu checken und die aktuellen Nachrichten abzurufen. Wenn ich überlege, dass ich davor immer meinen Laptop vom Kabelgestrüpp abziehen. Die musste… nein danke. Die Frage nach der Killer-App? Puh, keine Ahnung. Echofon Pro für Twitter, Reeder für RSS und Safari sind so meine meistbenutzten Apps, nebenbei noch ein paar Spielchen (Carcassonne, HotelMogul oder Flight Control HD seien hier genannt). Ihr seid alt genug, ihr könnt das auch selber im App Store suchen, brauch ich jetzt nich verlinken hier. Fehlt mir eigentlich nur noch, dass Apple mal die Remote App fürs iPad anpassen würde, dann wäre es echt perfekt. Kein Flash? Stört mich immer noch nicht, ich hab noch nicht einmal festgestellt, dass ich geflucht habe, weil eine Seite nicht vernünftig lief. Akku Laufzeit? Kann mich nicht beklagen, habe das 3G Modell und solang ich Zuhause bin, ist das deaktiviert. Über die genaue Laufzeit kann ich nichts sagen, da das Ding mal mehr, mal weniger genutzt wird und auch zwischendurch mal am iTunes hängt zwecks Musiktausch, Programmupdate oder Kalender-Sync.

Am Mittwoch schreibe ich meine letzte Klausur und dann von August bis Ende Oktober keine Uni, keine Klausuren, nix. Ich freue mich jetzt schon.

Eigentlich…

Eigentlich wollte ich ja was über Steam for Mac schreiben, aber dann kam das dazwischen:

YouTube Preview Image

Und ich muss jetzt erstmal Portal ausprobieren.

Lang, lang ist’s her..

Über einen Monat hab ich jetzt nichts mehr hier geschrieben. Das lag hauptsächlich an Klausuren und akuter Unlust was zu schreiben. Mittlerweile sind die Klausuren vorbei – alles bestanden und auch die Unlust legt sich so langsam. Vor der Tür stehen jetzt noch zwei Seminararbeiten (Thema 1: Graph Homomorphisms, Thema 2: Idealklassen quadratischer Zahlkörper) für das nächste Semester und in knapp 3 Wochen geht die Uni schon wieder los.

Ich entdecke gerade eBay wieder für mich, versteigere ein paar Dinge (Nintendo DSi und einen alten iPod nano). Hauptsächlich weil ich die Dinge nicht mehr benötige und weil das Geld dafür für andere Sachen draufgehn soll, so benötige ich nen Scanner und auch das iPad erscheint ja in absehbarer Zukunft. Außerdem geht meinen externen Festplatten der Speicherplatz aus und ich liebäugle mit nem Drobo. Leider im Moment noch ein bisschen zu teuer für meinen Geldbeutel, deswegen wirds vermutlich auf ne weitere externe Firewire Platte hinauslaufen. Passend dazu probiere ich gerade diverse Ebay Apps für den Mac aus. Im Moment überzeugen mich iSale, was ich mal bei Macheist erworben hab, zum Einstellen von Auktionen und die eBay eigene Air-Anwendung “eBay Desktop”. Dazu noch die iPhone App von eBay die mich dank Push Notifications an bald endende Auktionen erinnert.

Was gibt’s noch? Ich hab angefangen ne PHP Klasse für Matrix Operationen zu schreiben, okay, das interessiert vielleicht die wenigsten hier, aber ich finds ganz praktisch. Gibts zwar schon, aber erstens komm ich so mal dazu mich mit der ganzen Klassenstruktur von PHP5 auseinanderzusetzen und zweitens sind Matlab und Maple für sowas einfach zu überdimensioniert. Das ganze kommt früher oder später auch noch online und wird Open Source, aber das dauert noch ein bissl.

Empfehlungen am Serienhorizont: Auf jeden Fall “How to make it in America” (Trailer). Beschreibung von der offiziellen Seite:

“How to Make It in America” follows two enterprising Brooklyn twenty somethings as they hustle their way through New York City, determined to achieve the American Dream. Trying to make a name for themselves in New York’s competitive fashion scene, Ben Epstein (Greenberg) and his friend and business partner Cam Calderon (Rasuk) use their street knowledge and connections to bring their ambitions to fruition. With the help of Cam’s cousin Rene (Guzman), who is trying to market his own high-energy drink, and their well-connected friend Domingo (“Kid Cudi”), the entrepreneurs set out to make it big, encountering obstacles along the way that will require all their ingenuity to overcome.”

Auf jeden Fall eine coole Serie mit tollem Soundtrack und auf der Homepage gibts zu jeder Folge auch noch die Playlist aller Songs. Sehr lobenswert. Hier noch ein Youtube Video zum wunderbaren Song des Intros.

Und während ich das hier schreibe, habe ich endlich meinen gebrauchten Scanner bei eBay ersteigert. Dank Macbay Faxservice kann ich somit endlich Originaldokumente faxen, ohne mir anhören zu müssen, dass abfotografierte Dokumente nicht akzeptiert werden, sondern ich doch bitte das Stück Papier per Fax senden solle.

[Mac] Echofon – Twitter Client mit Listen

Die neudesignte Oberfläche sieht sehr hübsch aus

Mein Lieblingstwitterclient auf dem Mac – Echofon – bekam heut ein neues Update, das das Programm auf die Version 0.98 Beta brachte – nicht mehr weit weg von der 1.0. Das Update brachte nicht nur ein neues Facelifting mit, sondern liefert auch endlich Unterstützung für die “neuen” Twitter Features “Listen” und “Geolocation” (wobei ich bei letzterem noch nicht genau weiß, wie und wo sich das im Programm widerspiegelt).

Im Vergleich zur alten Version fällt insbesondere die neue obere Tableiste auf. Sie ist um einiges hübscher als in der alten Version (Bild siehe unten) und auch das Dock Icon wurde komplett geändert und sieht einfach wunderbar aus.

Die Listenfunktion ist nahezu perfekt integriert: man kann Listen anschauen, ver- und entfolgen oder Leute zur eigenen Liste hinzufügen. Somit ist Echofon meines Wissens nach der einzige native Mac OS X Client, der dieses Feature unterstützt. Lediglich das Anlegen neuer Listen ist nicht möglich. Entsprechend wurden auch die Growl Funktionen angepasst: Gibt es News auf den Listen, kann man sich das per Notification anzeigen lassen.

Profilanzeige in Echofon - der grüne Kasten führt zur Retweetanzeige

Auch die Retweet Funktion, wie man sie von der Twitter Homepage kennt, wurde eingebaut, d.h. man kann sich per Klick alle Retweets auf der eigenen Timeline anschauen sowie nachsehen, was man retweeted hat oder von wem man retweeted wurde. Der Weg dahin ist ein wenig kompliziert bzw. versteckt: Man muss sein eigenes Profil aufrufen (im Programm: Menü Twitter -> My Profile bzw. Shift+Cmd+U). Somit ist Echofon für mich momentan der beste Client auf dem Mac zum Twittern, lediglich das kürzen von URLs und Einfügen von Bildern ist momentan nur über jeweils einen einzigen Dienst möglich (bit.ly bzw. twitpic). Ich hoffe dass sich dies in einem der nächsten Updates ändert und dann mehrere Anbieter zur Auswahl stehen.

Echofon mit dem alten Design

Schon länger beherrscht das Programm das Speichern von Suchen und zeigt die “Trending Topics” an, leider noch nicht die Regionsbezogenen, aber dieses Feature ist in Deutschland momentan sowieso nicht relevant, da es diese Regionalen Themenanzeige hier noch nicht gibt.

Was gibts noch zu sagen? Nunja, momentan ist das Programm noch kostenlos, laut Homepage soll sich das im Laufe des Jahres ändern, ich denke spätestens, wenn es das offizielle stabile Release gibt, werden wir Preise erfahren. Echofon ist für mich die Alternative zu Tweetie, das ich gar nicht mehr benutze, da der Entwickler scheinbar kein Interesse hat, die Mac Version zu aktualisieren, sondern sich mehr auf die iPhone Version konzentriert. Wer also einen hübschen, im Moment noch, kostenlosen Twitter Client sucht, der viele Features bietet und mit den Einschränkungen bei URL Kürzungen und Bildhostern leben kann, dem sei Echofon empfohlen.

iPad – my 2 cents.

Ich habe mich lange rausgehalten – nichts zu den Gerüchten geschrieben, keine Spekulationen aufgestellt, was genau da kommt. Ich habe auch gestern kurz vor 19 Uhr Twitter ausgemacht, den RSS Reader geschlossen und alle Webseiten, die mir vorher etwas verraten könnten geschlossen. Ich wollte die Keynote heut komplett in der Präsentation schauen. Gegen 23 Uhr packte mich dann gestern doch die Neugier und ich warf einen kurzen Blick auf die Apple Homepage, aber das war auch schon alles. Heut morgen habe ich mir dann die Keynote angeschaut und werde das ganze hier jetzt mal kommentieren.

Da ist es nun also, das lang erwartete iPad. Ich hab mir gerade die Präsentation angeschaut und mir so einige Gedanken dazu gemacht, bin mir aber nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. ES HAT KEIN MULTITASKING! Ich hoffe ganz stark, dass das mit der 4.0 Firmware eingeführt wird, und die 3.2, die im Moment läuft, nur ein Übergang ist, wie viele schon vermuten. Ich möchte surfen und gleichzeitig chatten und nicht immer eine Applikation schließen müssen. Beim iPhone ist das okay, das nutze ich nur mobil. Aber das iPad ist für mich ein reines Home-Entertainment Gerät, was ich öfter laden kann, spricht also nichts gegen Hintergrundprozesse, abgesehen davon, dass das die Firmware wahrscheinlich nicht kann, da man auf eine modifiziertes iPhone OS setzt, anstelle eines eigenen. Hat natürlich den Vorteil, dass man alle Apps aus dem App Store nutzen kann. Eine geniale Sache – ein komplett neuer Markt wird für die iPhone Entwickler eröffnet, ohne dass sie ihre Programme umwandeln müssen. Gleichzeitig können sie ihre Apps mit Hilfe des neuen 3.2 SDK’s neu schreiben, direkt für das iPad optimiert.

Auf der Keynote wurden ein paar Spiele vorgeführt, die echt ganz nett aussahen, ich bin gespannt, was das auf uns zu kommt. Vielmehr als Spiele interessieren mich aber die Anwendungen. Ich hoffe ja auf einen vernünftigen Remote Desktop Client oder eine coole Chat-App (Adium?). Ganz interessant sah die für das iPad geschriebene Version von iWork aus. Pages, Keynote und Numbers machten einen durchdachten Eindruck, insbesondere die Nutzung von Gesten scheint mir gut gelungen. Die Programme werden jeweils $9,99 kosten. Finde ich ganz angemessen, wobei ich generell gespannt bin, wie sich die Preise für iPad Apps entwickeln. Ich denke mal, es wird sich zwischen $5 und $25 einpendeln. Auf jeden Fall teurer als iPhone Apps.

Wie man in der Präsentation sehen kann, wird auch diese Version von Safari im iPad kein Flash unterstützen. Mac User wissen, dass Safari sehr dazu neigt bei Flash-Inhalten verrückt zu spielen und man kann nur vermuten, dass Apple dieses Risiko nicht eingehen will - unvorhersehbares Verhalten des Produkts möchte man vermeiden. Dennoch, ich bin sehr gespannt wie die eigenen Eindrücke sind, wenn man erstmal mit dem Teil durchs Web surft. Die Lösung mit der eingeblendeten Tastatur finde ich vernünftig – genial dagegen: Die Möglichkeit eine Bluetooth Tastatur zu koppeln. Vielleicht kommt das ja dann auch mit dem nächsten OS Update auf das iPhone.

(via engadget.com)

iPad vs. iPhone Vergleich

Das Ding kann die üblichen Dinge, die auch ein iPod Touch kann – Musik, Videos, Youtube, Maps, Mail, Wlan… alles da. Aber es wird auch eine Version mit 3G geben – ich bin gespannt, was hierzulande für Datentarife angeboten werden. Vielleicht rafft sich ja T-Mobile auf und bietet einen Tarif als Erweiterung zum vorhanden iPhone Tarif an – 10 Euro mehr oder so für Datenvolumen für das iPad.

Aber was wirklich, wirklich, wirklich genial ist: Die Möglichkeit das Ding an einen Projektor anzuschließen. Zusammen mit der extra für das iPad geschriebenen Version von Keynote könnte das Ding bei Vorträgen rocken. Genial wäre die Möglichkeit die Keynote iPhone App anzupassen um über Wlan oder Bluetooth Keynote auf dem Mac fernzusteuern und gleichzeitig die Folien in Originalgröße vor sich auf dem iPad zu sehen.

Und dann ist da ja auch noch der Apple Bookstore bzw. die iBook genannte Anwendung, die E-Books auf das Tablet bringt. Ich bin auf Preise gespannt und wie es sich anfühlt, Bücher auf dem iPad zu lesen, das wird sich alles zeigen, wenn es soweit ist. Leider ist mir nicht aufgefallen, dass auch von Magazinen oder Tageszeitungen gesprochen wurde, die man dort kaufen könnte – es scheint wohl darauf hinauszulaufen, dass die Verlage ihre eigenen Apps programmieren müssen, wie bei der New York Times bereits geschehen. Da hätte ich mir einiges mehr gewünscht. Zeitungsabonnements für weniger Geld auf dem iPad wäre eine nette Sache gewesen, insbesondere vielleicht mit Funktionen wie Volltextsuche, Lesezeichen und anderen Funktionen. Vielleicht kommt das alles noch mit der Zeit, wünsche würde ich es mir. Was mich stört, ist die Tatsache das man via iTunes keine eigenen PDFs auf das iPad packen kann. Es könnte sich lediglich der Umweg über eine, per Mail empfangene, Email mit Anhang als Möglichkeit erweisen PDF Dokumente auf dem iPad zu lesen. Aber wer weiß, beim fscklog.com wurden schon Hinweise gezeigt, die auf möglichen File Sharing Support hinweisen. Dies wäre natürlich sehr zu begrüßen. Alternativ evtl. eine App, die PDFs von einem Server laden kann bzw. via Dropbox.

(via engadget.com)

iPad Keyboard Dock

Ich sprach weiter oben schon von der Möglichkeit das Tablet an einen Projektor oder Monitor anzuschließen. Es gibt noch weitere Accessoires: Zum einen natürlich ein Dock. Dort kann das iPad, wie ich es verstanden habe, nur vertikal stehen, da es gleichzeitig als Ladestation gilt und sich der Dock Connector nach an der schmaleren Seite des Tablets befindet. Dann gibt es noch ein Dock mit angebauter Tastatur. Und eine schicken Tasche für das iPad, die gleichzeitig als eine Art Ständer und Unterlage dient. Ich bin gespannt, was es noch für Zubehör im Laufe der Zeit geben wird.

(via gizmodo.de)

iPad Preisansicht

Die Preise gehen meiner Meinung nach auch absolut in Ordnung – $499 (also wohl 499€ für uns) für die Version mit 16GB ohne 3G bis hoch zu $829 für 64GB und 3G. Erhältlich wird das ganze wohl ab Ende März, Mitte April sein. Ich bin sehr gespannt, wie es um die Verfügbarkeit stehen wird, schauen wir uns die Magic Mouse an, wissen wir was schlimmstenfalls passieren könnte.

Fazit:

Ich werde mir das Teil im Apple Store in Hamburg erstmal ordentlich anschauen und testen, bevor ich entscheid, ob ich es kaufe oder nicht. Das Geld dafür ist gespart, so ganz überzeugt bin ich nach der ersten Euphorie aber doch noch nicht, was vielleicht auch einfach an der fehlenden Erfahrung mit dem Gerät liegt – allein durch eine Präsentation kann man das nicht fassen, man muss es erstmal in der Hand halten, bevor man eine richtige Meinung dazu abgeben kann. Und selbst dann ist es immer noch stark vom Benutzer abhängig.

[Mac] TotalFinder – Tabs für den Finder

Wieder mal bin ich bei aptgetupdate.de auf eine geniale Mac Software gestoßen: Mit TotalFinder von BinaryAge kann man den Finder erweitern. Wichtigste Veränderung: Das Ding bekommt endlich Tabs! Das ganze funktioniert über ein SIMBL Plugin und läuft nur unter Snow Leopard, da dort der Finder komplett in Cocoa geschrieben wurde und so die Vorraussetzungen für Hacks gegeben sind. Für weitere Infos, empfehle ich den Blog des Programmierers. Nach der Installation muss der Finder neugestartet werden, und dann stehen euch die Neuerungen schon zur Verfügung: Wie oben gesehen die Tabs; aber das Plugin bietet auch ein paar weitere Optionen: Es lässt sich ein Shortcut definieren, der den Finder einblendet, man kann endlich diese .DS_Store Dateien löschen lassen, versteckte Dateien einblenden, die Unix Verzeichnispfade im Tab anzeigen lassen und die von Windows bekannte Sortierung “erst Ordner, dann Dateien” aktivieren.

Das ganze ist im Moment, während der Alphaphase, noch kostenlos, soll aber später Geld kosten, was ich nicht schlimm finde, solange es nicht zu teuer wird. Und was ich vergass: Das ganze verändert das Finder Symbol noch ein wenig, eine Sonnenbrille wird dem Finder aufgesetzt. Alles in allem eine echt super Erweiterung, die endlich Tabs bringt. Aber wie bei aptgetupdate.de im Blog schon geschrieben, wird es wohl auch hier nur wieder eine Frage der Zeit sein, bis Apple sich dieser Idee annimmt und wir das als festen Bestandteil des OS ausgeliefert bekommen. Solang wird TotalFinder aber seinen Dienst bei mir verrichten. Insbesondere auf die zukünftigen Features, die angedacht sind, bin ich gespannt: “Add a dual panel mode (like in good old Norton Commander)”, “Enable a cooperation mode with Terminal.app (for command-line lovers)” und “And what about better git/svn/mercurial integration?”. Ich freu mich.