Web 2.0 und die Älteren oder “Das Problem der fehlenden Freunde”

Auf meiner Arbeit hatte ich gestern ein kurzes Gespräch mit zwei Kolleginnen darüber, welche Web 2.0 Dienste ich nutze. Dazu muss man sagen, dass die Beiden nicht unserer Generation angehören, soll heißen, sie können zwar mit dem Rechner umgehen (was für viele nicht selbstverständlich is), aber viel mehr is dann da auch nicht. Ist ja auch gar nicht schlimm, denn für ihre täglichen Aufgaben reicht es ja vollkommen aus. Jedenfalls fragten sie mich, was ich denn so nutzte, da sie beide auf einem Vortrag zum Thema Web 2.0 waren, so wie ich es verstanden hab. Also zählte ich Twitter, diverse Social Networks und Blogs auf. Von Twitter hatten sie immerhin einiges verstanden, lediglich warum es nicht das gleiche ist, wie eine Email zu schicken, musste ich kurz erklären. Nun gut, aber darum soll es gar nicht gehen, was Twitter is, habe ich hier erklärt. Sondern die Frage war dann, was diese Dienste nützen, wenn man dort keine Freunde hat. Nichts hat man davon. Natürlich, Twitter kann ich trotzdem nutzen, in dem ich anderen folge. Okay. Aber Facebook, StudiVZ, MeinVZ, Myspace… nützen doch nichts ohne Freunde, na gut, Myspace schon, da kann man Musiker hinzufügen, okay. Aber trotzdem. StudiVZ ohne Freunde? Facebook ohne Freunde? Irgendwie nicht sooo toll. Bei Blogs sehe ich das anders, ich habe nicht den Anspruch, wie andere vielleicht, viele Leser zu haben, die viel kommentieren. Ich möchte hier schreiben, was mir durch den Kopf geht, vielleicht liest es jemand, vielleicht nicht. Vielleicht gibt es jemanden in 10 oder 20 Jahren, der auf meine (hoffentlich dann immer noch vorhandene) Seite gelangt und sieht was damals so abging. Vielleicht bleibe ich auch einfach nur auf archive.org oder im Google Cache. Aber was solls? Ich will hier kein Geld verdienen. Aber zurück zum Thema: Bei Blogs finde ich es nicht schlimm, wenn man keine Leser hat, wenn man die persönliche Einstellung dazu hat. Da stellte sich mir die Frage: Gibt es eigentlich schon Social Networks für “Ältere”? Ich meine jetzt nicht Xing (zu Businesslastig) oder MeinVZ (da sind auch alle Kiddies, sowas verschreckt ältere Generationen). Das Problem der fehlenden Freunde, so nenne ich es :D, besteht sicherlich auch zu einem Großteil daraus, das viele Ältere sich nicht im Netz bewegen, und das deswegen, diejenigen, die surfen, alte Bekanntschaften nicht finden. Verstanden? Nein? Okay: Dein Opa oder deine Mama surft im Netz, weil du es ihr gezeigt hast. Ihre Freunde haben aber nicht so tolle Enkel bzw. Kinder und kennen das Internet deswegen nur aus dem Fernsehen. Folglich findet dein Opa oder deine Mama keine Freunde. Sie findet das Internet doof und hat kein Interesse. Ziel muss es also sein, auch die Älteren in unserer Gesellschaft ins Internet zu kriegen. Und damit meine ich nicht nur die Generation Ü60, sondern auch die 40 bis 60 Jährigen, von denen es sicherlich viele gibt, für die das Internet ebenfalls nicht mehr ist, als etwas Unbekanntes von dem alle reden.

Wenn das gelingt, bekommen wir sicherlich bald auch SeniorVZ oder Ü40VZ ;) Dort kann man dann alle alten Bekanntschaften (Mitschüler aus der Grundschule, ehemalige Kommilitonen etc.) finden. Ich denke nicht für wenige Leute wäre das was schönes, noch mal in alten Erinnerungen zu schwelgen. Dann muss sich niemand mehr Gedanken machen über leere Freundeslisten. Bis dahin hab ich keine Ahnung, wie man ältere überzeugen soll, Social Networks zu nutzen, da der Nutzen für sie, im Moment, gegen 0 geht, so sehe ich das zumindest. Insbesondere auch deshalb, weil es kein entsprechendes Angebot gibt, soweit ich weiß.

Die Frage: Warum überhaupt Social Networks nutzen, kann man natürlich auch diskutieren. Aber warum nutzen wir die denn? Um in Kontakt mit anderen zu bleiben. Und ich denke, dass nicht nur unsere Generation diese Gedanken hat. Von daher: Lasst uns unsere Eltern und Großeltern ins Netz bringen, je mehr Ältere surfen, desto stärker werden deren Wünsche auch berücksichtigt und vielleicht haben wir dann bald die ersten Social Networks, in denen man sich zum gemütlichen Raclette-Essen, Wandern oder Kegeln verabreden kann ;)

Die Menschheit fragt, Alex antwortet – Teil 1

Immer wieder werde ich gefragt: Alex, wie hast du eigentlich die Klausurenzeit überlebt? Das will ich jetzt mal kurz aufklären :D

Es gibt zwei Mittel, die mir dieses Mal geholfen haben: Mett und Mett.

Ich will gar nicht wissen, wieviel Mettbrötchen ich während der drei Wochen gegessen haben. Grob geschätzt 2-3kg waren es sicherlich. Roh. Mit Pfeffer und Salz. Lecker. Es gibt nix besseres als nachts um drei zu lernen und dabei ein schönes Mettbrötchen neben sich liegen zu haben in das man genüsslich reinbeissen kann.

Okay, bei solchen Nachtschichten haben mir auch Kaffee, den ich generell nur während der Klausurenzeit trinke und dann auch nur Pussymischung (viel Milch, Zucker und Kakaopulver), und Energydrinks, kurz unterm Gefrierpunkt, d.h. mit Eisstückchen, geholfen. Wobei ich glaube, dass die Kombination von Mett, Kaffee und Energydrink und Traubenzucker dazu geführt hat, dass ich nach der einen Klausur für 3 Tage halbtot im Bett lag, mit Fieber und sehr instabilem Kreislauf – oder es war die Schweinegrippe :D Aber naja, es wurde am Ende eine 2,3 und ich bin sehr zufrieden damit. Überhaupt, die Klausuren waren echt mal super dieses Semester – im Schnitt ergibt sich ne 2,45 für 6 Klausuren, find ich vollkommen okay.

So, jetzt wisst ihr mein Geheimnis um die Klausurenzeit zu überstehn – die nächste kommt bestimmt, schneller als man denkt und getreu dem Motto: “Ich hab ein ganzes Semester zum lernen Zeit, doch fühl mich erst in der letzten Woche dazu bereit” (SDP – Der Anfang anzufangen) braucht ihr dann meine geheimem Tricks :D